Stetten - Altgemeinde~Teilort 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Namensformen: Stetten im Remstal
Ersterwähnung: 1229

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
An den Talhängen eines zur Rems ziehenden Seitenbachs. Nach dem Zweiten Weltkrieg vergrößerte sich der Ort durch Neubaugebiete im Norden um den Schlossbezirk.
Historische Namensformen:
  • Stettin 1229
  • Steten 1241
Geschichte: 1229 Stettin, 1241 Steten (= Wohnstätten), Ausbausiedlung der merowingischen Epoche. Bildete mit seinem Zubehör (Schanbach und Lobenrot) eine eigene Herrschaft, die früh von Württemberg zu Lehen gegeben wurde. Adelsfamilie 1241-1507 belegt, seit erstem Auftreten württembergischer Truchsessen und Ministerialen, von denen ein Zweig, die von Yberg (Ruine der Yburg-Eibenburg in den Weinbergen über dem Ort), 1443 ein Viertel des Dorfs an Württemberg verkauften. 1507 kaufte Freiherr Konrad Thumb von Neuburg, seit 1507 württembergischer Erbmarschall, den Besitz der Truchsessen in Stetten samt dem Schloss und deren andere Besitzungen, ebenso 1508 den 1443 von Württemberg erworbenen ybergischen Teil. 1511 erhielt Thumb die Blutgerichtsbarkeit verliehen. 1645 überließ der letzte Thumb der Stettener Linie die Herrschaft seinen beiden Schwiegersöhnen, dem kaiserlichen Quartiermeister Jakob Bonn und Ph. C. von Liebenstein. 1664/66 wurde die Herrschaft von Württemberg gekauft, wobei dem Kanton Kocher des Schwäbischen Ritterkreises das Besteuerungsrecht verblieb. Stetten wurde zunächst zum Kammerschreibereigut gezogen und kam 1806 an das Oberamt Esslingen, 1807 an das Oberamt Cannstatt, 1923 zum Oberamt, seit 1938 Landkreis Waiblingen. Das Schloss, dessen Anfänge auf die Truchsessen von Stetten zurückgeht, wurde seit 1508 von den Thumb erweitert. Es diente zwischen 1689 und 1757 zeitweise als Herzoginnenwohnsitz. 1712-1739 war die Grävenitz, die Mätresse Herzog Eberhard Ludwigs, Ortsherrin von Stetten. 1831 wurde im Schloss eine Erziehungsanstalt gegründet, 1863 eine Kinderheil- und Pflegeanstalt, die sich zur »Heil-und Pflegeanstalt für Schwachsinnige und Epileptiker« entwickelte, und seit 1951 von der Inneren Mission geführt wird.

Name: Burg Yburg-Eibenburg. Schloss Stetten.
Datum der Ersterwähnung: 1241 [13./14. Jahrhundert]

Ersterwähnung: 1300 [14. Jahrhundert]
Kirchengeschichte: Eine Kirche (Kapelle) war im 14. Jahrhundert vorhanden; sie war Filial von Beutelsbach. Patrozinium St. Maria (1465). Später galt St. Veit als Kirchenheiliger (1494). 1482 Errichtung einer dem Stift Stuttgart inkorporierten Pfarrei. Die Reformation wurde von den Thumb bereits 1528 eingeführt. Evangelische Pfarrkirche mit Chorturm von 1471. Schiff 1698/99 neu erbaut. Altar von 1488 jetzt im Landesmuseum in Stuttgart. Katholische Kirche Heilig-Kreuz 1954 erbaut, 1972 umgebaut; Pfarrei seit 1961.
Patrozinium: St. Maria
Ersterwähnung: 1465

GND-ID:
  • 4057391-6
Suche
Durchschnitt (0 Stimmen)