Darmsheim - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1150 [1150/1232]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
An den Muschelkalkhängen und auf der Sohle des unteren Schwippetales. Der alte Ortskern um die Kirche blieb mit seinen Fachwerkhäusern von dem großen Brand 1907 verschont; das Rathaus 1963/64 renoviert. Durch neue Wohngebiete vornehmlich aus Einfamilienhäusern erweiterte sich der Ort im Westen (1955/65 »Rosenäcker«) und Süden (1956/66 bzw. 1971 »Rappenbaum«, »Aibachgraben«, »Farräcker« sowie »Innere Betten«). Im Süden ließ sich im Gewann »Hölderle« Industrie nieder. Darmsheim ist mit Dagersheim baulich nahezu zusammengewachsen.
Historische Namensformen:
  • Tarmisheim 1150 [1150/1232]
  • Darmsheim 1100 [12. Jahrhundert (Überlieferung 16. Jahrhundert)]
  • Darmeshein 1260
Geschichte: 1150/1232 Tarmisheim, 12. Jahrhundert (Überlieferung 16. Jahrhundert) Darmsheim, 1260 Darmeshein (Personenname), sicher Ort der Merowingerzeit. Im 12. Jahrhundert Miglieder der Edelherren von Darmsheim genannt. Kloster Hirsau war um 1130 und noch im 15. Jahrhundert begütert, seit 1260 auch Stift Sindelfingen. Der Ort gehörte im 13. Jahrhundert den Pfalzgrafen von Tübingen, die ihn mit Böblingen 1357 an Württemberg verkauften. Zuständiger Verwaltungssitz war stets Böblingen.

Ersterwähnung: 1260
Kirchengeschichte: 1260 war Pfalzgf Rudolf der Böblinger Kastvogt der hiesigen Kirche; 1342 erwarb Stift Sindelfingen den Kirchensatz. Die dem Stift 1426 inkorporierte Kirche (1537 St. Antonius, ursprünglich St. Pelagius?) wurde mit diesem 1477 der Universität Tübingen überwiesen. Evangelische Pfarrkirche, einstige Wehrkirche, spätgotische Westturmanlage. Fresken um 1470, Wandkreuz aus dem 18. Jahrhundert. Katholische Pfarrkirche St. Stephan 1974/75 erbaut, Pfarrei Böblingen-Dagersheim. 1975 nach hier verlegt.
Patrozinium: St. Pelagius

GND-ID:
  • 4298956-5
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