Ingelfingen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.ingelfingen.de
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Einwohner: 5594
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 120.0
Max. Höhe ü. NN (m): 430.19
Min. Höhe ü. NN (m): 200.31
PLZ: 74653

Mit 46,5 qkm gehört die im Norden des Hohenlohekreises liegende Weinbaustadt Ingelfingen zu den mittelgroßen Gemeinden. Die Stadtgemarkung greift beiderseits des Kochertals weit auf die angrenzenden Muschelkalkhochflächen hinaus. Das Relief ist durch ein sehr kuppiges, welliges Gelände mit hoher Reliefenergie charakterisiert. Der niedrigste Punkt liegt bei 200 m über NN, der höchste bei 429,3 m NN auf Gemarkung Weldingsfelden. Alle sieben heutigen Ortsteile gelangten 1806 im Zuge der Mediatisierung an das Königreich Württemberg. Die ehedem geistlichen Orte Schöntal, Diebach und Eberstal wurden zunächst dem Oberamt Schöntal zugewiesen, Weldingsfelden kam zum Oberamt Ingelfingen, die früher hohenlohischen Orte Criesbach, Ingelfingen und Hermutshausen zum Oberamt Neuenstein und Dürrenzimmern zum Oberamt Nitzenhaus. 1809/10 wurden alle Orte in dem am 1.11.1809 gegründeten Oberamt Ingelfingen vereint. 1811 wurde der Verwaltungssitz nach Künzelsau verlegt. Hieraus entstand 1938 der Landkreis Künzelsau und 1972 der Hohenlohekreis. Die Eingemeindung der bis dahin selbständigen Orte nach Ingelfingen erfolgte mit der Verwaltungsreform 1972/73. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das Schloss, heute Rathaus, sowie das Muschelkalk- und das Weinbaumuseum. Größere Erweiterungen der Kernstadt erfolgten nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis Mitte der 1960er Jahre wurden südlich des Ortes auf beiden Seiten des Kocher neue Flächen bebaut. Spätere Erweiterungen in den 1970er und 1980er Jahren konzentrierten sich aus Platzgründen auf das südliche Ufer.

Den Süden der Gemarkung nimmt in der Hauptsache das breite um 200 m tiefe untere Kochertal etwa von Nagelsberg bis Niedernhall ein. In der Scheitelregion der tektonischen Aufwölbung des Fränkischen Schilds am Südrand der Muschelkalkplatte zwischen Kocher und Jagst schneidet es sich in den Buntsandstein ein. An den Hängen stehen die Muschelkalkschichten als Terrassen an. Auf den Hochflächen nördlich des Kochers sind im Bereich der Dörrenzimmerner Platte Lettenkeuper und Löß über dem Hauptmuschelkalk bereits abgetragen im Gegensatz zu dem Gebiet der Östlichen Kocher-Jagstriedel um Weldingsfelden und Hermuthausen im Ostflügel der Gemarkung. Hier im Bereich der Wasserscheide entwässern beispielsweise Forellenbach und Sindelbach nach Nordwesten zur Jagst, während Langenbach und Osterbach nach Südwesten zum Kocher gerichtet sind.

Wappen von Ingelfingen

In Blau ein silberner (weißer) Krummstab.

Beschreibung Wappen

Schon das erste bekannte, in Abdrücken des 16. Jahrhunderts überlieferte, dem Stil nach aber wohl noch dem 15. Jahrhundert entstammende Siegel der Stadt zeigt den Krummstab. Dieser wird als Hinweis auf den heiligen Bischof Nikolaus als Patron der Stadtkirche angesehen, zugleich aber auch mit historischen Beziehungen zum Stift Comburg in Verbindung gebracht. Die jeweiligen Kirchenpatrone geben übrigens auch den Wappen der Nachbarstädte Künzelsau und Niedernhall das Gepräge. Während die Stadtfarben bereits feststanden, wurde die Wappenfigur im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts und bis etwa 1920 mit linkshin geöffneter Krümme dargestellt. Die jetzige Gestalt des Wappens bestätigte ein Gemeinderatsbeschluss vom 10. April 1956.

GND-ID:
  • 4095959-4
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