Neunstetten - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1222

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Zu beiden Seiten des Erlenbachs in der Talweitung an der Einmündung eines Seitenbachs.
Historische Namensformen:
  • Nuwensteden 1222
Geschichte: 1222 Nuwensteden. Siedlung der frühmittelalterlichen Ausbauperiode. Herrschaftsrechte wurden von den von Krautheim an verschiedene Niederadelsfamilien übertragen. 1245 besaß Hermann von Neunstetten ein Viertel der Ortsherrschaft, das über die Ebersteiner 1365 an Kurmainz und erst im 16. Jahrhundert wieder an den Adel zurückkam. Drei Viertel waren Lehen der Grafen von Wertheim, vorher der von Krautheim. Die Hälfte von Neunstetten wurde von den von Ehrenberg 1402 an die von Berlichingen verkauft, die ein weiteres Sechstel zwischen 1556 und 1571 erwarben. Ein Schloß des angehenden 16. Jahrhunderts, vielleicht ursprünglich Burg, im Ort weitgehend abgegangen. Die mit Ballenberg bei Mainz verbliebene Zenthoheit war bisweilen Anlaß zu Verwicklungen. Neunstetten steuerte zum Odenwälder Ritterkanton. 1806 kam Neunstetten unter badische Landeshoheit, gehörte 1813 zum Вezirksamt Boxberg, 1840 Вezirksamt Krautheim, 1864 Вezirksamt Boxberg, 1872 Вezirksamt Tauberbischofsheim, 1898 Вezirksamt Boxberg, 1924 Вezirksamt Adelsheim, 1936 Bezirksamat/Landkreis Buchen.

Ersterwähnung: 1222
Kirchengeschichte: Bereits 1222, vermutlich nach früher Abtrennung von Krautheim, war Neunstetten Pfarrei. Um 1535 führten die Berlichingen, die das Patronatsrecht als wertheimisches Lehen innehatten, die Reformation ein. Filial ist seit dem 19. Jahrhundert Windischbuch, die Pfarrei versieht die ganze evangelische Diaspora bis zur einstigen Landesgrenze. Die evangelische Kirche wurde 1771 erbaut. Katholiken zu Krautheim.

GND-ID:
  • 4458318-7
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