Bieringen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0800 [um 800]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Im Jagsttal an der Einmündung des Erlenbachs steigt der Ort an den Hängen empor und ist seit 1950 baulich im Westen und Оsten gewachsen. Industrie ließ sich im Nordosten in Richtung auf Aschhausen (seit 1948) nieder.
Historische Namensformen:
  • Biringen 0800 [um 800]
  • Beringen 1163
Geschichte: Um 800 (Кор. 12. Jahrhundert) Biringen, 1163 Beringen, von Personenname Bero. Altsiedelort. Um 800 ist Kloster Lorsch in Bieringen durch Schenkung begütert. Im 12. Jahrhundert war Bieringen Besitz der Herren von Aschhausen, 1166 der von Schweinberg als würzburgisches Lehen, dann der Herren von Krautheim und ihrer Erben, der Grafen von Eberstein. Bebenburger Besitz in Bieringen wurde 1222 von den Herren von Langenberg dem Kloster Schöntal geschenkt. 1163 —1238 wird Ortsadel von Bieringen genannt. Auf der Burg saßen 1301 die Herren von Aschhausen, später die von Adelsheim, Dürn, Bernheim, Berlichingen und Wernau, von denen 1631 Kloster Schöntal das adlige Gut und die Burg kaufte. Damit rundete es seinen seit 1176 erworbenen Besitz in Bieringen ab und war nach Ablösung der würzburgischen Lehensrechte alleiniger Ortsherr. 1434 hatte Kaiser Sigismund die Erlaubnis zur Aufrichtung eines eigenen Gerichts in Bieringen erteilt. 1632/34 war Bieringen ab schwedischer Schenkung Besitz des Grafen Kraft zu Hohenlohe-Neuenstein. Nach der Aufhebung von Kloster Schöntal fiel es 1803 an Württemberg, gehörte bis 1810 zum Oberamt Schöntal, bis 1811 zum Oberamt Öhringen, dann zum Oberamt, 1938 Landkreis Künzelsau. — An der Stelle eines Wasserschlosses der Herren von Aschhausen erbaute Abt Angelus von Schöntal seit 1736 ein Lustschloß, das heute als katholisches Pfarrhaus dient.

Name: Lustschloss (heute Pfarrhaus)
Datum der Ersterwähnung: 1736

Ersterwähnung: 0800
Kirchengeschichte: Die Pfarrkirche wurde 800 dem Kloster Lorsch geschenkt. 1171 fiel sie als Schenkung des Bischof von Würzburg dem Kloster Schöntal zu, dem sie 1219 inkorporiert wurde. 1722/23 erbaute Kloster Schöntal die Kirche (St. Kilian) im Stil der Spätrenaissance neu. Vom Vorgängerbau wurde lediglich der Turm übernommen. Sie wurde 1939 renoviert. Evangelische zu Schöntal.
Patrozinium: St. Kilian
Ersterwähnung: 1722 [1722/23]

GND-ID:
  • 4566120-0
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