Schöntal 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.schoental.de
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Einwohner: 5623
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 69.0
Max. Höhe ü. NN (m): 399.51
Min. Höhe ü. NN (m): 199.29
PLZ: 74214

Die Gemeinde Schöntal mit neun Ortsteilen liegt an der Nordwestgrenze des Hohelohekreises und ist mit 8165 ha die Flächengrößte Kommune. Ihr Gebiet erstreckt sich beiderseits der Jagst, reicht im Süden bis ins Kochertal und hat Anteil an den Naturräumen der Kocher-Jagst-Platte und der Kessachplatte des Baulandes. Auf dem Gemeindegebiet liegen entlang der Jagst mehrere Naturschutzgebiete. Der höchste Punkt liegt mit 399,51 m über NN im Osten, der niedrigste Punkt mit 199,29 m an der Jagst. Mit der Neugliederung ab 1802 gelangten alle heutigen Ortsteile außer Winzenhofen an Württemberg, dass diese zunächst im Oberamt Schöntal zusammenfaßte, 1810/11 dann auf die Oberämter Öhringen, Neckarsulm, Ingelfingen und Künzelsau verteilte. 1938 wurde alle in den Landkreis Künzelsau überführt. Das ehem. Kurmainzische Winzenhofen fiel 1806 an Baden und erlebte mehrere Verwaltungsumgliederungen. 1936 kam es an das Bezirksamt und 1939 an den Landkreis Buchen. Alle Ortsteile gehören seit 1973 zum Hohenlohekreis. Die Gemeinde hat auch nach 1945 nur eine geringe Siedlungstätigkeit zu verzeichnen. Neubauten entstanden vorwiegend in den Teilorten, während im Bereich des ehem. Klosters nur wenig gebaut wurde. Schöntal kommt heute die Funktion eines Kleinzentrums für den Nahbereich zu. Das Jagsttal bildet seit jeher die natürliche Verkehrsachse. Noch 1880 war das Kloster ein Knotenpunkt des Nahverkehrs. Zwischen 1899/1900 und 1988 wurde die Schmalspurbahn Dörzbach-Möckmühl mit Anschluss nach Heilbronn betrieben. Seit 1974 quert die Autobahn A81 im Nordwesten das Gemeindegebiet mit Anschluss bei Osterburken.

Mit ihren Anteilen am »Stöckig« und den Kessachplatten zählt die Muschelkalkhochfläche im Nordwesten der Gemarkung zum Mittleren Bauland. Den größeren übrigen Gemarkungsbezirk im Bereich der Kocher-Jagst-Ebenen durchmißt die schlingenreiche Jagst von Nordosten nach Südwesten gerichtet. Das tief in den Muschelkalk eingesenkte Tal säumen rechts die Krautheimer Jagstriedel, links die Dörrenzimmerner Platte und westlich daran anschließend der Schöntaler Buchwald. Dort sind ähnlich wie im Gebiet Stöckig Ablagerungen von Löß und Lettenkeuper über dem Muschelkalk erhalten. Im Bereich der tektonischen Aufwölbung des Fränkischen Schilds ist am Nordrand der Dörrenzimmerner Platte das Tal der Jagst bis Westernhausen und das des von Süden einmündenden Sindelbachs in den Unteren Muschelkalk eingetieft, der Mittlere Muschelkalk steht an den Hängen an. Von Nordosten her fließt der mäandrierende Erlenbach bis Aschhausen im Mittleren, alsdann im Hauptmuschelkalk der Jagst entgegen, die westlich davon die Kessach erst außerhalb der Gemarkung erreicht. Südlich Schöntal stößt der Gemarkungsbezirk an das Kochertal und überquert hier insgesamt den schmalen Hochflächenstreifen zwischen Kocher und Jagst.

Wappen von Schöntal

In Grün schräg gekreuzt aus dem Unterrand emporkommend ein goldener (gelber) Krummstab und eine rechte silberne (weiße) Eisenfaust, die Kreuzung überdeckt mit einem erniedrigten, doppelreihig von Rot und Silber (Weiß) geschachten Balken (Zisterzienserbalken).

Beschreibung Wappen

Nachdem zuvor die Klosterkirche in den Stempeln zu sehen war, wurde der früheren Gemeinde Schöntal 1972 ein auf dem Klosterwappen fußendes Bildkennzeichen mit dem Zisterzienserbalken und dem goldenen Krummstab auf grünem Schildgrund verliehen. Die am 1. März 1972 durch Vereinigung gebildete neue Gemeinde übernahm dieselben Figuren und Farben in ihr Wappen, wobei der Stab neben den Klosterorten auch die mainzisch gewesenen Ortsteile repräsentiert. Auch die „Eiserne Hand" des hier begrabenen Götz von Berlichingen wurde in das vom Landratsamt am 19. September 1978 mit der Flagge verliehene Wappen gesetzt.

GND-ID:
  • 4053155-7
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