Buchen (Odenwald) 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.buchen.de
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Einwohner: 17614
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 127.0
Max. Höhe ü. NN (m): 476.33
Min. Höhe ü. NN (m): 209.68
PLZ: 74722

Auf dem mit 138,99 qkm verhältnismäßig ausgedehnten Stadtgebiet von Buchen (Odenwald) treffen zwei Naturräume aufeinander. Die Westhälfte gehört zur Hochfläche des Sandstein-Odenwaldes, die östliche Hälfte zum welligen Hügelland des vom Muschelkalk geprägten Baulandes. An der Westgrenze im Wald bei Strüt erreicht das Gemeindegebiet eine Höhe von etwa 476 m NN, die tiefste Stelle befindet sich mit etwa 210 m Höhe am Übertritt des stark mäandrierenden Mainzuflusses Morre in einem tief eingekerbten Tal über die Stadt-, Kreis- und Landesgrenze im äußersten Nordwesten. 1992 wurde das Naturschutzgebiet Seckachtal südlich von Bödigheim und 1996 das Naturschutzgebiet Lappen und Eiderbachgraben nordöstlich von Hainstadt, beide je 63 ha groß, ausgewiesen. Buchen mit seinem unregelmäßig viereckigen Altstadtkern mit westlicher Vorstadt wird erstmals in einer Urkunde des Jahres 1280 als Stadt bezeichnet. Bis zur Säkularisation 1803 war Buchen Sitz eines kurmainzischen Amtes. Das geistliche Kurfürstentum hatte in über der Hälfte der heute zur Stadt gehörenden Gemeinden die Landesherrschaft inne. 1806 fielen alle 14 Orte an Baden und gehörten spätestens 1849 zum Amt – ab 1939 Landkreis – Buchen. Zwischen dem 1.12.1971 und dem 1.1.1975 wurden dreizehn bis dahin selbständige Gemeinden – teils durch Eingemeindungen, teils durch Vereinigungen – als neue Stadtteile Buchen angegliedert. Seit Neujahr 1973 ist Buchen Bestandteil des Odenwaldkreises bzw. Neckar-Odenwald-Kreises. Buchen ist Mittelzentrum.

Das ausgedehnte Stadtgebiet erstreckt sich über die Ost-Abdachung des Hinteren Odenwaldes und das hügelige Muschelkalkland des östlich angrenzenden Baulandes. Die z. T. lösslehmbedeckten Hochflächen im Oberen Buntsandstein werden durch das etwa 150m tief eingeschnittene breitsohlige Tal der Morre und durch kleine Wasserläufe gegliedert, die teils steilwandig in den Hauptbuntsandstein eingetieft sind. Die Morre entspringt im Muschelkalk südöstlich von Buchen und durchquert den östlichen Odenwald gegen das Schichtenfallen. Am Ost-Rand des Berglandes wird der Buntsandstein ohne merkliche Stufe vom Wellengebirge und von Schichten des Mittleren Muschelkalkes überlagert. Gegen den Ost-Rand des Stadtgebiets treten mit einer leichten Geländestufe östlich des noch im Mittleren Muschelkalk nur sanft eingeschnittenen Rinschbachtals die harten und z. T. verkarsteten Gesteine des Hauptmuschelkalks an die Oberfläche. 1971 wurde im Karst des Oberen Muschelkalks die Tropfsteinhöhle von Eberstadt entdeckt. Das leicht gewellte Hügelgebiet des Baulands, auf dem inselartig Löss und Lösslehm lagert, wird von breitsohligen, nach Süden gewandten Tälern entwässert.

Wappen von Buchen (Odenwald)

In Silber (Weiß) auf grünem Dreiberg eine grüne Buche, der Stamm beheftet mit einem gelehnten roten Schild, worin ein sechsspeichiges silbernes (weißes) Rad, beiderseits des Stammes aus der mittleren Kuppe des Dreibergs wachsend je ein auswärts geneigter grüner Zweig.

Beschreibung Wappen

Buchen wurde um 1280 von den Herren von Dürn zur Stadt erhoben. 1296 zunächst an den Erzbischof von Mainz verpfändet, gelangte die Stadt 1309 ganz unter mainzische Herrschaft, die bis 1802 dauerte. Das erste Stadtsiegel ist aus mainzischer Zeit überliefert (ältester Abdruck 1322) und zeigt bereits im Siegelrund die Buche als „redendes" Bild für den Ortsnamen, beheftet mit dem Wappenschild des Stadtherrn. Zum Wappen umgestaltet erscheint das Siegelbild erstmals im Kirchengewölbe (1504). Zeichnung und Tingierung von Siegelbild und Wappen variierten im Laufe der Zeit. Nach der Neubildung der Stadt durch Eingemeindung und Zusammenschluss von 14 Gemeinden wurde das Wappen -gestaltet nach dem ältesten Siegelbeleg - zusammen mit der Flagge vom Landratsamt am 9. Juni 1989 neu verliehen.

GND-ID:
  • 4008606-9
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