Osterburken 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.osterburken.de
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Einwohner: 6441
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 136.0
Max. Höhe ü. NN (m): 396.8
Min. Höhe ü. NN (m): 229.11
PLZ: 74706

Das 47,32 qkm große Stadtgebiet von Osterburken gehört zum Bauland, einer muschelkalkgeprägten Gäulandschaft. Die Täler sind für diesen Naturraum verhältnismäßig tief eingeschnitten, daher sind hier auch erhebliche Höhendifferenzen zu verzeichnen. Südöstlich der Kernstadt ist auf einem der teilweise bewaldeten Keuperrücken im Industriepark mit etwa 392 m der höchste Punkt. Die niedrigste Geländestelle befindet sich mit 239 m NN dort, wo die Seckach, die das Gebiet gen Süden durchzieht, über die Stadtgrenze tritt. Osterburken war in römischer Zeit einer der bedeutendsten Militärposten am äußeren obergermanischen Limes mit heute noch teilweise sichtbaren Grundmauern des Kohortenkastells. Die mittelalterliche Siedlung in der Flussaue und am südlichen Hang des Kirnautals mit einem angenähert quadratischen Grundriss erhielt 1356 von Kaiser Karl IV. das Stadtrecht. Osterburken, Schlierstadt und Hemsbach waren bis 1803 kurmainzisch, Bofsheim unterstand bis 1806 den Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rochefort. 1806 wurden alle vier badisch. Osterburken, seit 1813 Bezirksstadt, verlor den Bezirkssitz 1828 an Adelsheim. Ab 1936 gehörten alle vier heutigen Stadtteile zum Bezirksamt – seit 1939 Kreis – Buchen. Das Stadtgebiet von Osterburken erweiterte sich durch die Eingemeindungen von Hemsbach am 1.1.1971, von Bofsheim am Neujahrstag 1974 und von Schlierstadt am 1.1.1975. Seit Neujahr 1973 ist Osterburken Bestandteil des Odenwaldkreises bzw. Neckar-Odenwald-Kreises. Osterburken ist Unterzentrum.

Das Gemeindegebiet im Bauland dehnt sich von den Höhen östlich und nördlich der unteren Seckach im Westen bis auf die Hügel östlich der Kirnau im Osten aus. Der Untergrund der flachwelligen Hügel mit weiten Verebnungen zwischen den Tälern wird aus Mittlerem Muschelkalk aufgebaut, der nur an den unteren Hängen der breiten Sohlentäler aufgeschlossen ist, auf deren Wiesenböden die Wasserläufe Mäander bilden. Die dazwischen aufragenden Hügel mit insgesamt geringer Reliefenergie bestehen aus Hauptmuschelkalk. Erdfälle zeigen an verschiedenen Stellen Verkarstung an. Östlich des Kirnautals sitzt auf dem Oberen Muschelkalk, der stellenweise lössbedeckt ist, noch inselartig Unterer Keuper.

Wappen von Osterburken

In Silber (Weiß) ein sechsspeichiges rotes Rad.

Beschreibung Wappen

Osterburken erhielt 1356 von Kaiser Karl IV. Marktrecht und die Freiheiten der Stadt Wimpfen und wurde 1376 von Graf Ulrich von Hanau, dem damaligen Stadtherrn, an den Erzbischof von Mainz verkauft. Die Stadt blieb kurmainzisch bis 1802 und gehörte von 1803 bis zum Anfall an Baden 1806 zum Fürstentum Leiningen. Stadtsiegel sind erst seit 1616 überliefert, wenn auch der älteste Stempel aus dem 16. Jahrhundert stammen dürfte. Sie zeigen alle das Mainzer Rad. Lediglich im 19. Jahrhundert verwendete man zunächst das leiningische Wappen, später auch reine Schriftsiegel. Stadler erwähnt eine zeitweilig schwarz-silberne Tingierung. Hupp bringt das Wappen in der originalen kurmainzischen Farbgebung. Anlässlich der Wiederverleihung des Stadtrechts im Oktober 1950 wurde die heutige Tingierung, also die umgekehrten mainzischen Farben, erneut festgelegt. Die Flagge wird seit alters geführt. Von den zwischen 1971 und 1975 eingemeindeten Orten gehörten Hemsbach und Schlierstadt einst ebenfalls zum Erzstift Mainz.