Neckarbischofsheim - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0988

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der Kern der Siedlung an der Einmündung des Schwarzbachtals in das Krebsbachtal ist eine ehemalige ummauerte und befestigte mittelalterliche Stadtanlage mit z. T. gitterförmigem Straßennetz. Im Westen dieser Stadtanlage Schloss mit ausgedehntem Garten. Im 19. Jahrhundert Wachstum der Stadt nach Norden zum Bahnhof auf dem rechten Krebsbachufer. Neubaugebiete im Westen im Krebsbachtal am rechten Ufer, im Norden am rechtsseitigen Talhang des Krebsbachs, im Südosten und Südwesten an den Talhängen des Schwarzbachs.
Historische Namensformen:
  • Bisgovesheim 0988
Geschichte: 988 Bisgovesheim. Sicher schon früher Stützpunkt der bischöflich-wormsischen Grundherrschaft. Der Ort an den Niederadel verlehnt, spätestens Ende 13. Jahrhundert an die Herren von Helmstatt. Seit dem 30jährigen Krieg in Neckarbischofsheim die lothringische und die Bischofsheimer Linie. Neckarbischofsheim war dem Reichsritterkanton im Kraichgau inkorporiert. Im Nord-Teil der Gemarkung erhob Kurpfalz Ansprüche auf die Zenthoheit. 1805 badisch, 1807 zum Amt Waibstadt, ab 1810 auch Amt Neckarbischofsheim genannt, dieses erst um 1819 endgültig nach Neckarbischofsheim verlegt, 1864 zum Amt Sinsheim. Als Adelssitz im Ort ein Wasserschloss im Westen, davon nur das »Steinerne Haus« (16. Jahrhundert und später) erhalten, im Süden die Alexanderburg von Mitte 15. Jahrhundert, nur in spärlichen Resten erkennbar. 1378 erstmals Stadt genannt. Wimpfener Recht. Unregelmäßiger Grundriss, durch Marktplatz in Vorder- und Hinterstädtchen geschieden, 2 Tore. Von der Stadtbefestigung der fünfeckige Turm von 1448 im Süden erhalten. Im 19. Jahrhundert Bildung der Vorstadt nördlich des Krebsbachs bei der Totenkirche, vielleicht über dem Gelände des frühen Dorfes. Personen: Adolf Schmitthenner, 1854-1907, Pfarrer und Heimatdichter.
Ersterwähnung als Stadt: 1378

Name: Burg Alexanderburg. Schloss Neckarbischofsheim.
Datum der Ersterwähnung: 1200 [13. Jahrhundert]

Ersterwähnung: 1329
Kirche und Schule: Die Kirche Johannes dem Täufer (1496) geweiht, wohl altes kirchliches Zentrum der ganzen Gegend. Der Kirchensatz 1329 von den von Helmstatt ans Stift Wimpfen veräußert, 1348 die Pfarrei dem Stift inkorporiert. Als Pfarrkirche durch die Reformation abgelöst, wurde sie zur »Totenkirche« mit heute rund 40 Grabmälern der von Helmstatt. Der einfache Saal mit rechteckigem Chor und Dachreiter im 16. Jahrhundert nach Westen verlängert. Die lutherische Reformation durch die Ortsherrschaft um 1556 eingeführt. Eine Marienkapelle des 14. Jahrhunderts im Ort zur lutherischen Pfarrkirche erhoben. Spätgotischer Chor mit Langhaus von 1543, Einwölbung und Ausstattung 1610. Zeitweilig zwei evangelische Pfarreien. Die Katholiken bis 1955 Filial von Waibstadt, danach bis 1966 Kuratie, seither Pfarrei mit Adersbach als Filiale.
Patrozinium: St. Johannes der Täufer
Ersterwähnung: 1496
Jüdische Gemeinde: Judengemeinde ab 1648 nachweisbar. Die Synagoge von 1848 im November 1938 zerstört.

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