Wiesloch 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.wiesloch.de
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Einwohner: 25135
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 831.0
Max. Höhe ü. NN (m): 233.38
Min. Höhe ü. NN (m): 104.57
PLZ: 69168

Die Stadt Wiesloch liegt im Süden des Rhein-Neckar-Kreises. Das Stadtgebiet erstreckt sich am Westrand des Kraichgauer Hügellandes und dehnt sich noch bis in die Gebirgsrandniederung der Rheinebene aus. Auf der Gemarkung verlaufen der Leimbach, Gauangelbach, Waldangelbach, Ochsenbach und Maisbach. Naturräumlich gehört das Gebiet überwiegend zur übergreifenden Einheit des Kraichgau, hat aber im Westen noch Anteil an den Hardtebenen sowie im Norden einen kleinen Anteil an der Bergstraße. Der höchste Punkt liegt nördlich auf 233,38 m, der tiefste Punkt auf 104,57 m im Westen. Das Gemeindegebiet hat Anteil an den Naturschutzgebieten Frauweilerwiesen, Hochholz-Kapellenbruch (3 Teilgebiete), Landschaft am Waldangelbach und Sauerwiesen-Fuchsloch. Wiesloch kam 1803 zu Baden und war von 1810 bis 1938 Sitz eines eigenen Bezirksamtes. Dieses wurde 1938 aufgehoben und die Stadt dem Bezirksamt Heidelberg zugeschlagen, aus dem 1939 der gleichnamige Landkreis hervorging. Seit der Auflösung dieses Landkreises im Zuge der Verwaltungsreform 1973 gehört die Gemeinde zum Rhein-Neckar-Kreis. Im Rahmen der Gemeindereform wurden zu Beginn der 1970er Jahre die bis dahin selbständigen Gemeinden Baiertal und Schatthausen eingemeindet. Aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahl wurde Wiesloch 1973 zur Großen Kreisstadt erhoben. Wiesloch ist heute die viertgrößte Stadt des Landkreises und bildet mit der Nachbarstadt Walldorf ein Mittelzentrum. Mit der Nachbargemeinde Dielheim besteht eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft. Wiesloch hat sich seit 1945 sichtbar entwickelt. Bis zur Mitte der 1960er Jahre entstanden zahlreiche Neubaugebiete, die sich wie ein Gürtel um die Stadt legen. In den 1970er Jahren konzentrierte sich die Bebauung dann großflächig auf die Westseite der Stadt, wo auch erste größere Industrieareale erschlossen wurden. In den 1980er und 1990er Jahren wurde die Erschließung weiterer Industrieflächen abgesetzt von der Stadt jenseits der Autobahn fortgesetzt; zugleich entstanden im Norden und Süden neue Wohngebiete. Innerstädtisch wurde dem Wachstum 1983 durch die Umwandlung der Hauptstraße zur Fußgängerzone Rechnung getragen. Im Westen sind die Industriegebiete inzwischen mit den Flächen der benachbarten Stadt Walldorf zusammengewachsen. Auch die Ortsteile Baiertal, Frauenweiler und Schatthausen profitierten vom Aufschwung durch eine kontinuierliche Flächenvergrößerung. Wiesloch ist durch die A6 und die nahe A5, die B3 und die B39 sowie Landesstraßen an das Fernstraßennetz angeschlossen. Über den Bahnhof Wiesloch-Walldorf besteht Anschluss an den IC-Fernverkehr sowie Regionalzüge und die S-Bahn Rhein-Neckar. Innerörtlich wird gemeinsam mit Walldorf ein Stadt- und Regionalbusnetz unterhalten. Der weitere ÖPNV erfolgt durch Buslinien des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar.

Das Stadtgebiet liegt am Westrand des Kraichgaus. Seine tiefsten Bereiche im Westen dehnen sich noch auf den Sand- und Schotterflächen der Niederterrasse und in der Gebirgsrandniederung der Rheinebene aus. Nach Osten schließen aus Tertiärablagerungen aufgebaute und von Verwerfungen zerhackte Vorschollen sowie das Hügelland des nordwestlichen Kraichgaus an. Triasschichten stehen mit Muschelkalken nördlich des Leimbachs und Gesteinen des Mittleren und Unteren Keupers südlich des Leimbachs vor allem an der Westgrenze des Hügellandes nahe der Rheingraben-Hauptverwerfung an. Im östlichen Stadtgebiet um den Gauangelbach liegen sie unter einer mächtigen Decke aus Jüngerem Löss und Lösslehm.

Wappen von Wiesloch

In gespaltenem Schild vorn in Schwarz ein rot bewehrter und rot bezungter goldener (gelber) Löwe, hinten von Blau und Silber (Weiß) schräggerautet.

Beschreibung Wappen

Der Ort, der sich zum großen Teil im Besitz des Klosters Lorsch befand, erhielt im Jahre 965 Marktrecht und gelangte 1255 unter pfälzische Herrschaft. Die Pfalzgrafen erhoben ihn noch im 13. Jahrhundert zur Stadt. Siegel und Wappen dokumentieren die bis 1802 währende Zugehörigkeit zur Kurpfalz. Bereits das älteste Siegel, das wohl noch dem 13. Jahrhundert zuzurechnen ist (Abdruck 1369), zeigt den Pfälzer Löwen. Alle späteren Siegel vom 15. bis 19. Jahrhundert bringen in gespaltenem Schild den Löwen (im 18. Jahrhundert auch gekrönt) und die wittelsbachischen Rauten. Nur zwischen 1842 und 1898 waren Siegel mit einem spiegelverkehrtem S, wohl dem alten Ortszeichen, in Gebrauch. 1898 wurde das Wappen nach dem Vorbild der älteren Siegel festgelegt.

GND-ID:
  • 4066067-9
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