Bad Teinach-Zavelstein 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.bad-teinach-zavelstein.de
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Einwohner: 3005
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 119.0
Max. Höhe ü. NN (m): 747.38
Min. Höhe ü. NN (m): 336.92
PLZ: 75385

Die Stadt Bad Teinach-Zavelstein liegt im Herzen des Landkreises Calw. Das Stadtgebiet erstreckt sich nördlich des Teinach- und Lautenbachtals auf der durch Flußerosion stark zerschnittenen Enz-Nagold-Platte. Im Osten grenzt es an den tief eingeschnittenen Talboden der Nagold. Die Stadtteile Bad Teinach und Kentheim liegen im Teinachtal, die anderen an den Hängen. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergreifenden Einheit der Schwarzwald-Randplatten. Der höchste Punkt liegt auf der Hochfläche im Nordwesten auf 747,38 m, der tiefste Punkt im Flusstal auf 336,92 m. Auf dem Stadtgebiet liegt das 53 ha große Naturschutzgebiet Zavelsteiner Krokuswiesen. Die heutige Stadt Bad Teinach-Zavelstein entstand 1975 durch den Zusammenschluss mit der bis dahin selbständigen Stadt Zavelstein und den Gemeinden Sommenhardt, Rötenbach, Emberg, Schmieh und Kentheim. Die Siedlung Teinach, 1345 als Wildbad Teinach ersterwähnt, entstand als Vorstadt von Zavelstein im Anschluss an das Bad. Der im 17. und 18. Jahrhundert von den württembergischen Herzögen oftmals aufgesuchte Ort wurde in der Entwicklung v.a. im 19. Jahrhundert gefördert (u.a. um 1700 Palais durch Herzog Eberhard Ludwig) und 1818 zur eigenen politischen Gemeinde erhoben. 1835 wurde Teinach königliches Bad. In den folgenden Jahren ließ König Wilhelm I. nach Plänen Friedrich von Thourets Badehaus, Trinkhalle und das Badhotel errichten. Bad Teinach ist das kleinste Heilbad Baden-Württembergs. Zavelstein und die mit der Herrschaft Zavelstein verbundenen anderen Gemeinden kam im 15. Jahrhundert endgültig an Württemberg und bildete vorübergehend ein eigenes Amt, gehörte aber dann später zum Oberamt Calw, aus dem 1938 der gleichnamige Landkreis hervorging. Seit 1985 ist Bad Teinach-Zavelstein Luftkurort. Der Hauptort Bad Teinach als Sitz der Stadtverwaltung hat sich seit 1945 nicht zuletzt aufgrund der Lage und der Funktion als Kurort nur wenig entwickelt. In den Nachkriegsjahren entstanden verschiedene Neubauten am südlichen Ortsrand. Größere Neubaugebiete entstanden bis zur Mitte der 1960er Jahre in Rötenheim am nördlichen, westlichen und östlichen Ortsrand sowie in Emberg und Sömmenhardt jeweils am Nordwestende der Orte. Im Stadtteil Zavelstein wurde in den 1980er Jahren ein größeres Siedlungsgebiet am südöstlichen Ortsrand erschlossen und auch Sömmenhardt und Rötenbach konnten noch größere Baugebiete erschließen. Größere gewerbeflächen bestehen am südlichen Ortsrand von Teinach, wo neben den Kureinrichtungen auch ein Abfüllbetrieb der Mineralbrunnen AG ansässig ist. Bad Teinach-Zavelstein ist durch die B463 sowie Landes- und Kreisstraßen an das Fernstraßennetz angeschlossen. Der Stadtteil Bad Teinach ist mit dem Anschluss der früheren Nagoldtalbahn (heute Kulturbahn Pforzehim-Horb a. N.) an das überregionale Schienennetz angeschlossen. Der weitere ÖPNV erfolgt durch Buslinien der Verkehrsgesellschaft Bäderkreis Calw mbH (VGC).

Das durch Flußerosion zum Teil stark zerschnittene und mit Verwerfungen durchsetzte Stadtgebiet erstreckt sich auf der Enz-Nagold-Platte nördlich des Teinach- und Lautenbachtals und grenzt im Оsten an den schmalen, tief eingegrabenen Talboden der Nagold. Die nur schwach reliefierten Hochflächen von Emberg, Rötenbach, Schmieh, Sommenhardt und Zavelstein, auf denen sich weite Rodungsinseln ausdehnen, liegen im Oberen Buntsandstein. In landschafdichem Gegensatz dazu stehen die steil in den Mittleren Buntsandstein eingeschnittenen Waldtäler der Teinach und ihrer Nebenbäche sowie das Nagoldtal, dessen schmale, mit jungen Alluvionen bedeckte Sohle 300 m tiefer liegt als die westlichen Hochflächen.

Wappen von Bad Teinach-Zavelstein

In erhöht geteiltem Schild oben in Gold (Gelb) drei schwarze Hirschstangen übereinander, unten von Rot und Gold (Gelb) zu zwölf Plätzen geschacht.

Beschreibung Wappen

Die Stadt ist am 1. Januar 1975 durch die Vereinigung von Bad Teinach, der Stadt Zavelstein und vier weiteren Orten gebildet worden. Alle Ortsteile gehörten einst zur Herrschaft Zavelstein, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts an Württemberg fiel. Zavelstein selbst, Mitte des 14. Jahrhunderts Städtlein oder Stadt genannt, führte seit jeher das „redende" Bild des Zabels (= Schachbrett) als Wappen, wie schon das älteste Siegel (Abdrucke seit 1468) beweist. Die Zahl der Plätze und die Farben sind nicht einheitlich überliefert; zuletzt enthielt das Wappen 16 rot und golden tingierte Plätze. Für das Wappen der neuen Stadt, das am 13. Februar 1981 vom Landratsamt Calw zusammen mit der Flagge verliehen wurde, dient ein 1535 beschriebener Wimpel als Vorbild, der unter einem roten Schwenkel das landesherrliche Wappen und darunter ein schwarz-silbernes Schach zu acht Plätzen zeigte.