Malterdingen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.gemeinde-malterdingen.de
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Einwohner: 3006
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 270.0
Max. Höhe ü. NN (m): 435.01
Min. Höhe ü. NN (m): 177.21
PLZ: 79364

Im Norden an Emmendingen, im Westen an Riegel grenzend, reicht die relativ kleine Gemeinde von der Freiburger Bucht weit in die Lahr-Emmendinger Vorberge hinein und mit einer Exklave sogar auf die Buntsandsteinplatten des Mittleren Schwarzwaldes hinauf. Dort werden mit 435 m die höchsten Höhen gemessen, nach Westen hin fallen sie auf 177 m über NN ab. In der Freiburger Bucht hat die Gemeinde Anteil an der verkehrsgeographisch bedeutenden ‚Riegeler Pforte‘, dem natürlichen Durchgang auch für die Elz zwischen Kaiserstuhl und den Schwarzwaldvorbergen. Weit öffnet hier das Fernecker Tal die lößbedeckte Vorbergzone, dessen Bergrücken großflächig terrassierten sind und in den Süd- und Westlagen Weinbaukulturen, sonst Obstwiesen, im Osten auch Waldflächen tragen. Entlang dieses Tales dehnt sich das einstige Winzer- und Bauerndorf aus. Sein Wachstum war vornehmlich nach Westen gerichtet, wo der Ort in den 1980er Jahren die Talmündung und die baulichen Grenze an der B3 erreichte. Damals entstand in der Elzniederung auch das große Gewerbegebiet, das an jenes von Riegel anschließt und nur durch die Rheintalbahn mit dem zur Gemeinde gehörenden Bahnhof Riegel-Malterdingen getrennt ist. Dieser Gewerbestandort, der vom direkten Zugang zur A5 über die Anschlussstelle Riegel profitiert, macht Malterdingen zu einem ausgewiesenen Arbeitsplatzzentrum im Landkreis. Materdingen kam über die Markgrafschaft Hachberg 1809 zum Bezirksamt Emmendingen und 1939 zum gleichnamigen Landkreis.

Die Gemarkung liegt am Abhang der Vorberge im Bereich des Fernecker Tals und der Au zwischen 300 und 190 m Höhe und reicht im Westen noch etwa 1 km weit in die Ebene bis auf 180 m Null-Niveau hinab. Das anstehende Gestein ist von einer mächtigen Lößdecke verhüllt, in der sich ein lebhaftes Kleinrelief entwickelt hat. Reben überziehen die südblickenden, reich gegliederten Hänge; die nach Norden exponierten Hänge werden für Obstanlagen und Ackerbau genutzt. An der Vereinigung der breitsohligen Kastentäler Fernecker Tal und Au liegt das große, dicht bebaute Haufendorf. An den Dorfkern schließen im Westen zwei neue Baugebiete bis zur В 3 an. Weiteres Wachstum des Ortes in südöstliche Richtung.

Wappen von Malterdingen

In gespaltenem Schild vorn in Gold (Gelb) ein roter Schrägbalken, hinten in Silber (Weiß) ein blaues Rebmesser mit schwarzem Griff.

Beschreibung Wappen

Das älteste Siegel des Gerichts hängt an einer Urkunde von 1462 und zeigt bereits das noch heute gebräuchliche Wappen. Das Rebmesser ist das Dorfzeichen des Ortes, in dem seit alters Weinbau betrieben wird. Der Schrägbalken als Wappen der Landesherren, der Markgrafen von Baden, steht wie in den Siegeln anderer markgräflicher Orte im vorderen Wappenfeld. Ein in der Mitte des 17. Jahrhunderts geschaffenes Siegel fand noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Verwendung. Nach 1850 wurde es durch einen Farbstempel ersetzt, der das Rebmesser in anderer Form darstellte. Im Jahr 1900 wurde das Wappen auf Vorschlag des Generallandesarchivs nach dem Vorbild des Siegels von 1462 gestaltet. Gleichzeitig wurden die Wappenfarben festgelegt. Das Recht zur Führung einer Flagge verlieh das Landratsamt Emmendingen am 29. Juli 1985.

GND-ID:
  • 7827411-4
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