Epfendorf 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.epfendorf.de
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Einwohner: 3294
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 111.0
Max. Höhe ü. NN (m): 675.86
Min. Höhe ü. NN (m): 474.11
PLZ: 78736

Epfendorf liegt im Osten des Landkreises Rottweil. Das 29,7 qkm große Gebiet mit den drei Teilorten erstreckt sich auf die Naturräume Neckartal (Epfendorf) sowie westliche und östliche (Neckar-)Gäu-Hochfläche (Harthausen und Trichtingen), die eine deutliche Höhendifferenz aufweisen. Der tief in die Muschelkalk-Keuper-Hochfläche eingeschnittene Neckar erreicht an der Grenze gegen Oberndorf auf rd. 474 m NN den tiefsten Punkt des Geländes, das im Nordosten auf dem Bauberg auf etwa 674 m NN ansteigt. Der Fluss nimmt als Vorfluter von Westen den Bendelbach sowie von Osten den Schenkenbach und die Schlichem auf, in deren Tal 1993 ein rund 216 ha großes Areal unter Naturschutz gestellt wurde. Der Kernort erweiterte seine Siedlungsfläche seit den 1970er Jahren auch rechts des Neckars. Der Landesentwicklungsplan weist die Gemeinde dem Ländlichen Raum zu. Während das altwürttembergische Trichtingen am 26. April 1808 vom Oberamt Rosenfeld zum Oberamt Sulz wechselte, gelangte das zur Reichsstadt Rottweil gehörige Epfendorf 1803 zum Stadtoberamt Rottweil, aus dem am 18. März 1806 das gleichnamige Oberamt hervorging, dem auch das mediatisierte Harthausen zugeteilt wurde. 1812 kamen beide Dörfer zum Oberamt Oberndorf. Am 1. Oktober 1938 wurden alle drei Orte dem Landkreis Rottweil unterstellt. Am 1. Januar 1974 vereinigten sich Trichtingen und Harthausen zu einer Doppelgemeinde, die sich am 1. Januar 1975 mit Epfendorf zur gleichnamigen neuen Gemeinde zusammenschloss.

Die rund 2971 Hektar umfassende Bodenfläche der Gemeinde Epfendorf verteilt sich auf die Naturräume Neckartal sowie westliche und östliche (Neckar-)Gäu-Hochfläche. Während der Hauptort Epfendorf und der Wohnplatz Talhausen tief im Neckartal bei 480 Meter über Normalnull an ehemaligen Neckarfurten und Kreuzungen wichtiger Altstraßen und bedeutsamer Ab- beziehungsweise Aufstiege zur Gäuhochfläche liegen, nehmen die im Zuge der Gemeindegebietsreform hinzugekommenen Teilorte Harthausen und Trichtingen in einer mittleren Höhe von rund 570 Metern über Normalnull größere Areale auf der weiten Verebnung östlich des Neckartals ein. Sie sind an den Hauptort über die Kreisstraßen K 5501 und K 5505 angebunden. Zur Kreisstadt, die neckaraufwärts circa 9,5 Kilometer entfernt ist, führen die Bundesstraße B 14 und die Bahnlinie. Den Rindenhof und die Felder auf der westlichen Hochfläche erschließt die Kreisstraße K 5563, die nach Bösingen-Herrenzimmern weiter führt. Ebenfalls nach Herrenzimmern führt ein bescheidener Fahrweg von Talhausen auf die westliche Hochfläche. Er folgt dem Einschnitt des Schlossbrunnentals. Die naturräumlichen Merkmale der Gemeinde Epfendorf bestehen in dem tief in die Muschelkalk-Keuper-Hochfläche eingeschnittenen Neckartal, in das eine Reihe nicht weniger imposanter Seitentäler einmünden. Neben dem Herrenzimmerer Schlossbrunnental, dem Bendelbachtal und dem Wurstbrunnental beziehungsweise Langental auf westlicher Seite, gehören hierzu das Schlichem- und das Schenkenbachtal auf der östlichen Talseite. Hier an den teilweise senkrecht aufragenden Wänden sind die Gesteine und geologischen Formationen aufgeschlossen. Erkennbar sind die Gesteine des Unteren bis Oberen Muschelkalks. In der Schlichemschlucht unterhalb des Hofguts Ramstein können die Wellenkalke des unteren Muschelkalks unmittelbar »erfühlt« werden. Als Deckschicht über dem Muschelkalk lagert auf der Hochfläche beiderseits des Neckars noch der Untere Keuper auf. Das Gemeindegebiet wird im Osten auf Gemarkung Trichtingen von der Schichtstufe des Kleinen Heubergs begrenzt. Stufenbildner sind hier der Schilfsandstein des Mittleren zusammen mit dem Stubensandstein des Oberen Keupers. Das Relief wird auf der Hochfläche durch den Wechsel von weiten Verebnungen, aufgesetzten Kuppen und teilweise abflusslosen Senken geprägt. Verantwortlich hierfür sind Lösungsvorgänge im Gesteinsuntergrund, insbesondere die Auslaugung der Gips- und Anhydritschichten des Mittleren Muschelkalks, die das Gebirge zerrütten und einstürzen lassen. Einige abflusslose Senken sind durch den Eintrag von Feinsedimenten abgedichtet und enthalten kleine stehende Gewässer wie beispielsweise den Egelsee in Trichtingen oder das »Seele« in Harthausen (dort auch der Flurname Harthauser See). Erdfälle haben sich insbesondere im Harzwald westlich von Epfendorf erhalten. Auffällig sind die verschiedenen Talquerschnitte und -formen. Auf der Hochfläche beginnen die Seitentäler in weiten Quellmulden, die sich mit Annäherung an das tief eingeschnittene Haupttal mehr und mehr verengen und schließlich in klammartigen Einschnitten das Vorfluterniveau des Neckars erreichen. Dass dabei die Eintiefung nicht gleichmäßig und gleichförmig verlief, sondern immer wieder Phasen des Stillstands eingetreten sind, dafür sind die Terrassen und Umlaufberge im Neckar- und Schlichemtal Zeugen. Die Kegel der Schenkenburg und der Burgruine Urslingen beim Butschhof sind so entstanden, heute aber vom Geschehen der fluviatilen Entwicklung des Neckars abgeschnitten. Hauptgewässer ist der Neckar, der als Vorfluter die oben genannten Seitenbäche aufnimmt. Er fließt in einem engen Tal, das sich in Höhe der Einmündung wasserreicher Seitenbäche erweitert, so in Epfendorf im Bereich der Schlichemeinmündung. Auf einer Strecke von etwa 7 Kilometer nimmt sein Gefälle von circa 507 auf 475 Meter über Normalnull ab, ist also mit circa 4,6 Promille niedrig, reicht jedoch in Verbindung mit der mittleren Abflussmenge aus, ein Elektrizitätswerk auf Gemarkung Epfendorf zu betreiben. Wie andernorts, wo verkarstungsfähige Gesteine das Grundwasserregime bestimmen, gibt es auch auf dem Gemeindegebiet im Neckartal starke Karstwasseraustritte. Die Sandbühlquellen, die beiden Schlossbrunnen und der Wurstbrunnen dienen der Trinkwasserversorgung, ein Teil des Wurstbrunnenwassers und des Schlossbrunnenbachs treibt zudem in Epfendorf und Talhausen Turbinen zur Stromerzeugung an. Auf Grund der besonderen hydrogeologischen Eigenschaften mit hohen Durchströmgeschwindigkeiten und geringer Filterwirkung gegenüber Schmutzwasser, Bakterien und Keimen sowie chemischen Stoffen sind die Karstwasserquellen stark gefährdet. Um die Reinheit des Quellwassers zu erhalten, dient das Ausweisen von Schutzzonen, die weit auf die Hochfläche hinauf greifen. Das Wasser der im Gipskeuper entspringenden Quellen zeichnet sich durch hohe Härtegrade aus. Früher mussten sie für den menschlichen Genuss aufbereitet werden. Die Gewässergüte der Seitenbäche ist mit wenigen Ausnahmen im Allgemeinen gut. Beim Schenkenbach ermöglichte die Wasserführung und die Gewässergüte die Anlage eines Fischzuchtbetriebes. Ungünstiger bewertet wird wegen des Nitrateintrags die Gewässergüte des Schlossbrunnenbachs. Die Böden auf der Hochfläche sind zumeist von lehmig-toniger Konsistenz und im Bereich des Lettenkohlenkeupers tiefgründig verwittert. Sie gelten als brauchbare, gute Ackerböden, die sich insbesondere durch günstigere Feuchtigkeitsverhältnisse auszeichnen. Die Böden der Neckartalaue gelten demgegenüber als weniger ertragreich, da sie nicht nur der Überschwemmungsgefahr ausgesetzt sind, sondern auch durch den hohen Grundwasserstand für den Getreidebau weniger geeignet sind. Auf den Schwemmkegeln der Seitenbäche herrschen verglichen damit etwas bessere Anbaubedingungen vor. Mit einem Waldanteil von 42 Prozent gilt Epfendorf als eine waldreiche Gemeinde, wenngleich sich die Verteilung der Waldflächen im Gemeindegebiet einseitig zugunsten des Hauptortes gestaltet, was wesentlich durch die auf der westlichen Hochfläche anstehenden, schweren Keuperböden bedingt ist. Die Gemeinde besitzt zusammen mit der Gemeinde Dietingen am Unterlauf der Schlichem mit 216,5 Hektar das flächenmäßig größte Naturschutzgebiet des Landkreises. Zwischen der Böhringer Mühle und der Einmündung der Schlichem in den Neckar hat der Fluss ein steilwandiges, in den Muschelkalk eingeschnittenes Tal geschaffen, auf dessen Talflanken und -boden sich eine Großzahl von schützenswerten Pflanzen erhalten haben. Auf den unzugänglichen südlichen Talhängen stockt ferner ein artenreicher Lindenmischwald, im schattigen, engen Canyon oberhalb des Butschhofs ein artenreicher Bergahorn-Eschen-Schluchtwald. Die Gemeinde bemüht sich um Umweltschutzmaßnahmen im Langental, wie sie im Rahmen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinien der EU vorgesehen sind. Die natürlichen Ressourcen der Gemeinde bestehen neben den Wasserkräften des Neckars und der teilweise aus Karstwasser gespeisten Seitenbäche wesentlich in den anstehenden Gesteinen. Wurden früher die Gipsgesteine an der Steinhalde (hier zum Teil bergmännisch) und auf Gemarkung Trichtingen am Dietweg abgebaut und teilweise im inzwischen aufgelassenen Gipswerk verarbeitet, sind es heute die harten Gesteine des Trigonodusdolomits, die in einem Steinbruch des Langentals gebrochen und zu Schotter aufbereitet werden. In Trichtingen gab der Schilfsandstein bis zum Zweiten Weltkrieg etlichen Steinhauern Brot und Verdienst. Eine historische Reminiszenz bildete 1791 der Versuch ein Steinsalzbergwerk in Epfendorf aufzufahren. Die räumliche Entwicklung zielt im Neckartal auf die Niederterrasse und auf den Kegel des Sandbühlbachs, wo inzwischen neue Wohn- und Gewerbegebiete ausgewiesen wurden. In den auf der Hochfläche gelegenen Teilorten Trichtingen und Harthausen bestehen gleichsam unbegrenzte Möglichkeiten der räumlichen Erweiterung. Die Siedlungsplanung hat jedoch hier stärker auf die Belange der Landwirtschaft Rücksicht zu nehmen.

Trichtingen, einziger altwürttembergischer Ort der heutigen Gemeinde, gehörte zu Beginn des 19. Jahrhunderts zum herzoglich-württembergischen Oberamt Rosenfeld, das untere Schlichemtal mit dem Bruderhaus sowie Butschhof, Ramstein und Wenthof zum Oberamt Sulz. 1802 kamen Epfendorf und Talhausen als Teile des Rottweiler Landoberamts an Württemberg und wurden 1803 dem neuwürttembergischen Stadtoberamt Rottweil zugeteilt. Nach der Vereinigung der beiden württembergischen Staaten blieben Epfendorf und Talhausen zunächst beim nunmehrigen Oberamt Rottweil, dem auch das 1805 mediatisierte Harthausen zugewiesen war. Sie unterstanden ab 1812 dem neu gestalteten Oberamt Oberndorf, während Trichtingen bereits seit 1808 zum Oberamt Sulz gehörte. 1829 gründete Epfendorf mit Talhausen, Butschhof, Wenthof und Bruderhäusle innerhalb des Oberamtes Oberndorf einen Gemeindeverband. 1938 fielen Epfendorf, Harthausen und Trichtingen an den neu zusammengesetzten Landkreis Rottweil. Gemäß einer Verordnung von 1803 waren anfangs neuwürttembergische Gemeinden wie Epfendorf von der Umstrukturierung zu einem Magistrat betroffen. Infolge des Edikts vom 31. Dezember 1818 wurde dann in allen Orten des Königreichs, auch den altwürttembergischen, die Gemeindeverfassung neu gestaltet. In Trichtingen beispielsweise fanden, geleitet vom Oberamtmann, im Juni 1819 die notwendigen Wahlen statt, in denen der von den Bürgern vorgeschlagene Schreiner Jakob Storz die Ernennung zum Schultheißen auf Lebenszeit erhielt. Auch zum Ratsschreiber ließ er sich verpflichten. Die Zahl des Gemeinderats und damit auch des Bürgerausschusses wurde auf sieben festgelegt, einschließlich Vorsteher beziehungsweise Obmann. Nach zweijährigem Probemandat bestätigten die Trichtinger fünf ihrer Gemeinderäte auf Lebenszeit, nur einer wurde ersetzt. Zahlreiche Rücktritte verhinderten jedoch in den folgenden Jahren die für den Rat angestrebte langfristige Amtsdauer. Der alle zwei Jahre sich ergänzende Ausschuss arbeitete beständiger. Nachdem 1849 die Mandatsdauer der Gemeinderäte auf sechs Jahre verringert war, sank auch in diesem Gremium die Neigung zu vorzeitigem Ausscheiden. Die Vergrößerung des Rats auf 10 Mitglieder bei gleichzeitigem Wegfall des Bürgerausschusses erschwerte in Trichtingen 1919 die Kandidatenkür, weil Verwandte nicht zusammen in dasselbe Gremium gewählt werden durften. Epfendorf erhöhte 1919 die Zahl seiner Gemeinderäte auf 12, wodurch auch Talhausen und Butschhof mit Wenthof vertraten waren. Die revolutionäre Stimmung 1848/49 führte kaum zu breiter Radikalisierung. Die katholische Prägung Epfendorfs und Harthausens spiegelte sich schon während des Kaiserreichs in den Wahlen, die in Epfendorf regelmäßig zugunsten des Zentrums ausfielen. Während der Weimarer Republik schwand sein Einfluss zwar deutlich, ein Einbruch erfolgte aber erst 1928. Im Frühjahr 1932 zeigte es sich wieder erholt, doch erwies sich die NSDAP als zunehmend verlockend; 1933 verfehlte diese nur knapp die absolute Mehrheit. Die SPD erreichte 1919 13,8 Prozent und war damit kurzfristig zweitstärkste Kraft. Danach schwenkten die vom Zentrum gebundenen Wähler eher zur Mitte und wendeten sich ab 1930 deutlich nach rechts. Die evangelische Mehrheit Trichtingens favorisierte ab 1920 den Bauern- und Weingärtnerbund vor den Sozialdemokraten, die noch ein Jahr zuvor mit großem Abstand den ersten Platz vor den Liberalen errungen hatten. Die Wählerzahl der NSDAP explodierte von 5 im Jahr 1930 auf 136 im Juli 1932 und 213 im März 1933; die Wahlbeteiligung von 75,5 Prozent war bei keiner der früheren Wahlen erreicht worden. Nach der Machtübernahme verminderte die NSDAP die Gemeinderatssitze in Epfendorf von 12 auf 8 (4 NSDAP, 4 Zentrum) und in Trichtingen von 10 auf 6 (alle NSDAP). Künftig galt auch hier das Führerprinzip. Die Bürgermeister und je zwei Beigeordnete wurden nach Beratung mit den Gemeinderäten vom Beauftragten der NSDAP vorgeschlagen und nach Prüfung durch den Landrat vom amtierenden Leiter der Gemeinde auf sechs Jahre ernannt. Für ebenso lange berief nach Anhörung des Bürgermeisters der Beauftragte der NSDAP die Gemeinderäte (Epfendorf: 6; Trichtingen: 4). Die Teilgemeinde Talhausen sowie Butschhof mit Wenthof wurden aufgelöst. Sowohl in Epfendorf als auch in Trichtingen griff die Ortsgruppenleitung zu Repressalien gegen den Religionsunterricht der Pfarrer. Der Protestant Heß wurde wegen Ablehnung der Judenverfolgung denunziert und zum Wegzug gezwungen. Während Harthausen von unmittelbaren Kriegseinwirkungen verschont blieb, hatte Trichtingen unter einem Fliegerangriff und Epfendorf unter Panzerbeschuss zu leiden. 1945 wurden in Epfendorf der Sparkassenrechner Johannes Schnell und in Trichtingen der Monteur Karl Reich als kommissarische Bürgermeister eingesetzt; beide erhielten bei Wahlen Ende 1948 beziehungsweise Anfang 1949 die demokratische Legitimation. Im Herbst 1946 wählten beide Orte je einen sechsköpfigen Gemeinderat. Die Gemeinderatswahlen erfolgten anfangs nach dem Mehrheitsprinzip, nur wenn verschiedene Listen konkurrierten (in Epfendorf 1959) ging man zur Verhältniswahl über. Die CDU erreichte in den 1950er Jahren sowohl bei Landtags- als auch bei Bundestagswahlen mehr als zwei Drittel der Stimmen. Ihr Einbruch bei der Landtagswahl von 1968 war offensichtlich durch das Auftreten der NPD verursacht, während die Verluste von 1992 und 1996 mit den Erfolgen der Republikaner korrelierten. Die Kandidatur der Grünen ging bis 1996 auf Kosten der SPD. 2001 legten nur die großen Parteien, besonders die CDU, kräftig zu. Bei der Bundestagswahl 1998 geriet die SPD mit 35,4 Prozent erstmals in Sichtweite der CDU (40,6 Prozent), doch 2002 wurde der traditionelle Abstand wieder hergestellt. Europawahlen fanden außer 1994 (67,2 Prozent) wenig Interesse; der bisherige Tiefstpunkt (31,0 Prozent) war 1999 erreicht. Der CDU war jedoch stets eine überragende Mehrheit sicher. Nachdem zu Beginn der 1970er Jahre die angestrebte Verwaltungsgemeinschaft mit den Nachbargemeinden rechts des Neckars von Irslingen bis Altoberndorf nicht erreicht werden konnte, entschloss sich Harthausen widerwillig zur Vereinigung mit Trichtingen ab 1. Januar 1974. Im Mai 1974 fügten sich schließlich auch Epfendorf und Trichtingen-Harthausen der staatlichen Vorgabe und bildeten zum 1. Januar 1975 eine Einheitsgemeinde, um die Vorteile eines »freiwilligen« Zusammenschlusses zu erhalten.

Wappen von Epfendorf

In Rot eine blau gefütterte goldene (gelbe) Herzogskrone mit Hermelinstulp.

Beschreibung Wappen

Aus der Zeit vor 1912 ist kein Wappen von Epfendorf bekannt. Anlässlich der Bemühungen seitens der Gemeinde um ein heraldisch richtiges Gemeindewappen wählte man die goldene Herzogskrone in rotem Schild in Erinnerung daran, dass die Herzogin Hadwig (gestorben 994), die auf dem Hohentwiel residierte, in Epfendorf Besitz hatte. Stempel des Bürgermeisters aus den Jahren 1930 und 1938 zeigen indes einen laubbekränzten Schild mit dem z-förmigen Ortszeichen Epfendorfs, von den Buchstaben E und D begleitet. Diese Stempel wurden bis 1952 benutzt. Im selben Jahr kam die Gemeinde jedoch auf den Vorschlag von 1912 zurück. Am 12. September 1955 verlieh das Innenministerium das Recht zur Führung des beschriebenen Wappens, am 20. Juni 1961 die Flagge. Die Eingemeindung von Trichtingen mit Harthausen am 1. Januar 1975 zog keine Veränderung des Wappens nach sich.

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