Tannenkirch - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1179 [1179 und 1184 (Корialüberlieferung 13. Jahrhundert)]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Die Siedlung im Markgräfler Hügelland besteht aus den haufendorfartigen Ortsteilen Ettingen, Gupf und Uttnach in oberer Tal- und Quellmuldenlage.
Historische Namensformen:
  • Tannenchilche 1179 [1179 und 1184 (Корialüberlieferung 13. Jahrhundert)]
Geschichte: 1179 und 1184 (Корialüberlieferung 13. Jahrhundert) Tannenchilche. Die Kirche dürfte in das 9./10. Jahrhundert zurückreichen. Bann und Dorf in den Quellen seit 1265. Die frühe Herrschaftsgeschichte ist ungeklärt. Wohl seit dem 13. Jahrhundert setzte sich der orts- und landesherrschaftliche Anspruch der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg als Grafen im Oberen Breisgau durch, die Tannenkirch zu einem der Mittelpunkte der Landgrafschaft Sausenberg machten. Hier tagte im 14. Jahrhundert das Landgericht des Markgrafen. Auf dem Feld zwischen Tannenkirch und der Kalten Herberge war der Versammlungsort der bäuerlichen »Landschaft«. 1365 wurden die Markgrafen mit den Eigenleuten des Bisttm Basel belehnt. Seit 1503 Zugehörigkeit zur badischen Markgrafschaft, Oberamt Rötteln, 1805 zum Bezirksamt Schliengen, 1809 Amt Kandern, 1819 Bezirksamt Lörrach, 1936 Bezirksamt/Landkreis Müllheim.

Ersterwähnung: 1184
Kirchengeschichte: Die Martinskirche, bei der sich der Hauptort der Gemarkung ausbildete, lag im Kreis der Dorf- oder Weilersiedlungen Ettingen, Gupf und Uttnach, dazu wüst gewordener Orte wie Nieder- und Oberinningen, nur noch aus Flurnamen zu erschließen, die das Kirchspiel und die Vogtei Tannenkirch bildeten. Das Patronat hatte im 12. Jahrhundert das Priorat St. Ulrich (1184), im 13. Jahrhundert war es in den Besitz der Herren von Rötteln gekommen (1265), von denen es 1315 die Markgrafen erbten. Seit der Reformation evangelisch; heute Pfarrei. Kirchengebäude wahrscheinlich 13. Jahrhundert, stark verändert; Langhaus um 1750 erweitert, spätgotisches Westportal, in der Turmhalle Reste von Wandmalereien des 15./16. Jahrhunderts. Die Katholiken nach Kandern.
Patrozinium: St. Ulrich
Ersterwähnung: 1184

GND-ID:
  • 4356671-6
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