Deggenhausertal 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.deggenhausertal.de
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Einwohner: 4083
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 66.0
Max. Höhe ü. NN (m): 832.22
Min. Höhe ü. NN (m): 456.89
PLZ: 88693

Die Gemeinde Deggenhausertal liegt im Norden des Bodenseekreises und grenzt hier sowohl an den Landkreis Sigmaringen als auch an den Landkreis Ravensburg. Mit einer Gemarkung von 62,18 qkm ist sie eine der flächengrößten Gemeinden des Kreises. Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen dem Rand der Hochfläche des Höchsten und dem Gehrenberg. Im Nordwesten verläuft das fast rechtwinklig abbiegende Tal der Deggenhauser Aach, im Osten bildet die Rottach einen Teil der Gemeindegrenze. Beide Flußtäler sind tief in die Hochfläche eingeschnitten. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergeordneten Einheit des Oberschwäbischen Hügellandes. Der höchste Punkt des Gebiets liegt auf 832,22 m, der tiefste Punkt auf 456,89 m. Wittenhofen als Hauptort der Gemeinde gehörte zur Grafschaft Heiligenberg und kam nach 1806 an Baden. Ab 1813 wurde die Gemeinde vom Bezirksamt Meersburg verwaltet, ab 1824 vom Amt Heiligenberg. Ab 1850 gehörte sie zum Bezirksamt Salem, ab 1875 dann zum Bezirksamt Überlingen, aus dem 1939 der gleichnamige Landkreis wurde. Dieser ging mit der Verwaltungsreform 1973 im neuen Bodenseekreis auf. Die Gemeinde Deggenhausertal wurde 1972 durch Zusammenschluss der zuvor selbstständigen Ortschaften Deggenhausen, Homberg, Roggenbeuren, Untersiggingen, Urnau und Wittenhofen sowie verschiedener Weiler und Einzelhöfe unter dem neuen Namen Deggenhausertal gebildet. Wittenhofen liegt im hier breiter werden Aachtal zwischen Höchsten im Norden und Gehrenberg im Süden. Die großflächig verstreute Gesamtgemeinde mit zahlreichen Wohnplätzen konnte sich seit 1945 nur begrenzt weiterentwickeln. In den Ortsteilen konnten drei Industriegebiete ausgewiesen werden, in denen vorwiegend Zulieferbetriebe des Automobil- und Maschinenbaues ansässig sind. Die zahlreichen Ortsteile sind untereinander und überregional durch Buslinien des Verkehrsverbundes Bodensee-Oberschwaben verbunden.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen dem Hochflächenrand des Höchsten und dem Gehrenberg. Durch den Nordwestteil verläuft das bei Untersiggingen fast rechtwinklig abbiegende Tal der Deggenhauser Aach, im Оsten bildet die mittlere Rot­ach ein Stück weit die Grenze. Beide Flusstäler sind in der Gebietsmitte bei Roggen­beuren durch eine späteiszeitliche Schmelzwasserrinne verbunden (Talwasserscheide) und mit ihren Nebentälern bis zu 100 Meter tief in die lebhaft bewegte Hochfläche eingeschnitten. Das Relief ist sehr steilhängig, besonders in Flussnähe. In Talferne steigert es sich im Süden (Gehrenberg) und im Norden (Höchsten), hier auch mehr Bewaldung. Abgesehen von der Aufragung des tertiären Gesteins am Gehrenberg sind die Haupttäler bis in den voreiszeitlichen Untergrund eingetieft (Obere Süßwassermolasse). Die Hochfläche dagegen bedeckt würmeiszeitliche, darunter zum Teil noch ältere Grundmoräne.

Wappen von Deggenhausertal

Unter einem von Silber (Weiß) und Grün im Wolkenschnitt geteilten Schildhaupt in Silber (Weiß) eine nach oben geöffnete schwarze Schere mit U-förmigen Griffen.

Beschreibung Wappen

Die Gemeinde wurde am 1. Januar 1972 durch Vereinigung von Deggenhausen, Homberg, Roggenbeuren, Untersiggingen, Urnau und Wittenhofen gebildet. In ihrem Wappen erscheint die Schere als die Wappenfigur des Ortsadels von Deggenhausen. Die Wolkenschnitt-Teilung im Schildhaupt soll an den Wolkenbord des fürstenbergischen Wappens und damit an die allen sechs vereinigten Orten gemeinsame fürstenbergische Vergangenheit erinnern. Auf besonderen Wunsch der Gemeinde ist das Blau des fürstenbergischen Wolkenbords allerdings gegen die Farbe Grün vertauscht worden, die auf die land- und forstwirtschaftliche Nutzung des Gemeindegebiets bezogen wird. Das Landratsamt hat das Wappen und die Flagge am 14. April 1977 verliehen.