Ebnet - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1111 [1111/22]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der Ort am Westrand des Zartener Beckens dehnt sich vom Südrand des Roßkopfmassivs an der Eschbachmündung in die Dreisam über die Dreisamterrasse aus. Die sich im Süden bis zur Dreisam erstreckende Siedlung zeigt insgesamt ein wenig regelmäßiges Grundrissbild. Der alte Ortsteil besteht aus einer langgestreckten straßendorfartigen Siedlungszeile am Südfuß des Mittelschwarzwalds (Eschbachweg-Steinhalde), die sich bis ins Welchental erstreckt und im Оsten aus weitgehend einfamilienhaus- und villenartigen Neubauten besteht. Die zweite alte straßendorfartige Siedlungsachse dehnt sich entlang der alten Hauptstraße, heute entlang der nach Оsten verlängerten Schwarzwaldstraße der Stadt Freiburg aus. Südlich der Schwarzwaldstraße, wo sich im alten Ortsbereich das Schloss mit seinem parkartigen Garten befindet, entstand ein geschlossenes Neubaugebiet mit Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern, mit Schulbauten, Sportplatz und einer Gemeindehalle.
Historische Namensformen:
  • Ebenôte 1111 [1111/22]
Geschichte: 1111/22 Ebenôte, Ebene. Der gewiss viel ältere Ort erscheint damals mit Besitz zähringischer Ministerialen und des Kloster St. Peter. Nach dem Ausgang der Zähringer übten die Grafen von Freiburg die Ortsherrschaft aus. Nach 1316 verpfändeten sie diese an die Schnewlin, um 1400 vergaben bereits die Habsburger das Lehen an die Schnewlin von Landeck. Ältere falkensteinische Rechte wurden bis 1446 abgelöst. Im 16. Jahrhundert wurde Ebnet in Nachfolge der Burg Wiesneck Mittelpunkt der schnewlinschen Herrschaft im Kirchzartener Talgebiet. 1568 brachte eine Erbtochter die Herrschaft Friedrich von Sickingen-Hohenburg zu. 1748 Neubau des Schlosses zu Ebnet an Stelle der früheren Wasserburg. Pläne von J. J. Fechter unter Mitwirkung Chr. Wenzingers. Nach dem Ausgang der österreichischen Herrschaft (1806) Verkauf der verbliebenen Rechte des Besitzes der Familie von Sickingen an den badischen Staat 1809. Seit 1806 Zuständigkeit der staatlichen Ämter zu Freiburg.

Name: Wasserburg; Schloss Ebnet

Ersterwähnung: 1353
Kirchengeschichte: Die zur Pfarrei Kirchzarten gehörige Filialkirche St. Hilarius und St. Remigius wird 1353 genannt. 1631 wurde Ebnet als selbständige Pfarrei von Kirchzarten gelöst. Chor und Turm der Pfarrkirche mit Bauteilen des späten Mittelalters; bald nach 1610 Neubau. Die heutige Gestalt geht auf einen Neubau von 1720 zurück. Deckenbilder und Stukkaturen fertigte Benedikt Gambs. Inhaber des Patronats war die Ortsherrschaft. Eine St. Annakapelle aus landeckischer Zeit wurde 1811 abgebrochen. Die Evangelischen gehörten zur Auferstehungspfarrei in Littenweiler.
Patrozinium: St. Hilarius und St. Remigius
Ersterwähnung: 1353

GND-ID:
  • 4214434-6
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