Brackenheim 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.brackenheim.de
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Einwohner: 15009
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 328.0
Max. Höhe ü. NN (m): 338.09
Min. Höhe ü. NN (m): 167.97
PLZ: 74336

Brackenheim, im Herzen des Zabergäus gelegen, befindet sich mit seinen acht Stadtteilen im Südwesten des Landkreises Heilbronn und erstreckt sich über eine Fläche von 45,75 qkm. Von Westen nach Osten fließt die Zaber durch das Stadtgebiet dem Neckar zu; bei ihrem Austritt auf Lauffener Gemarkung ist im Osten der tiefste Punkt der Gemeinde auf ca. 180 m NN zu finden. Den höchsten Punkt erreicht die Gemeinde im Norden bei ca. 336 m NN auf dem Heidelberg. Naturnahe Lebensräume finden sich in den Naturschutzgebieten Haberschlachter Tal (18 ha) nordöstlich von Brackenheim sowie Zaberauen (34 ha) zwischen Botenheim und Meimsheim. Der Landesentwicklungsplan weist die Stadt der Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart zu. Während Botenheim, Dürrenzimmern, Haberschlacht, Hausen an der Zaber und Meimsheim schon in Altwürttemberg dem Amt (ab 18.3.1806 Oberamt) Brackenheim angehört hatten, wurde die Deutsch-Ordens-Gemeinde Stockheim erst nach dem 12.7.1806 diesem Bezirk zugewiesen. Neipperg, zuvor im Besitz der gleichnamigen Grafen, fiel 1805 an Baden, ab dem 13.11.1806 an Württemberg, wo es zum Oberamt Kirchhausen kam. Am 26.4.1808 wechselte es zum Oberamt Heilbronn und 1811 zum Oberamt Brackenheim. Nach dessen Aufhebung zum 1.10.1938 wurden die acht Orte dem Landkreis Heilbronn eingegliedert. Zwischen dem 1.1.1971 und dem 1.10.1974 wurden Botenheim, Dürrenzimmern, Haberschlacht, Hausen, Meimsheim, Neipperg und Stockheim der Geburtsstadt von Theodor Heuss (31.1.1884) eingemeindet.

Die Stadt Brackenheim mit den Stadtteilen Brackenheim, Botenheim, Dürrenzimmern, Haberschlacht, Hausen an der Zaber, Meimsheim, Neipperg und Stockheim dehnt sich im Südwesten des Landkreises über eine Fläche von 45,75 Quadratkilometern aus. Nachbarstädte und -gemeinden sind Cleebronn, Güglingen, Eppingen, Schwaigern, Nordheim, Lauffen am Neckar und im Landkreis Ludwigsburg Kirchheim am Neckar und Bönnigheim. Heilbronn ist Luftlinie 13 Kilometer von Brackenheim entfernt. Nach dem Landesentwicklungsplan gehört die Gemeinde zur Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart. Brackenheim liegt im Zentrum des Zabergäus, einer flachwelligen, teils lössbedeckten Gipskeuperlandschaft zwischen dem Keuperbergland des Strombergs im Süden und dem Schilfsandsteinplateau des Heuchelbergs im Norden. Die Zaber durchfließt in einem weiten, sich nach Osten öffnenden Tal die Gemeinde von West nach Ost und nimmt von links den von Stockheim kommenden Wurmbach, dann den von Haberschlacht kommenden Forstbach, von rechts den über Botenheim fließenden Herrenwiesenbach und schließlich das von Neipperg über Dürrenzimmern und Hausen laufende Neipperger Bächle auf. Bei Meimsheim und Hausen wird der Unterkeuper angeschnitten, talabwärts der Obere Muschelkalk. Aus dem lieblichen Zabertal wird nahe der Gemeindegrenze plötzlich ein schroffes Muschelkalktal. Hier liegt mit 180 Meter über Normalnull der tiefste Punkt der Gemeinde; am weitesten hinauf reicht sie auf dem Heidelberg, der mit 336 Meter über Normalnull zugleich die höchste Erhebung des Heuchelbergs darstellt. Der Höhenzug des Heuchelbergs begrenzt das Zabergäu im Norden. Die Lage in einer weit gespannten, tektonischen Mulde (Stromberg-Mulde) und das Prinzip der Reliefumkehr führten dazu, dass der Heuchelberg wie auch der Stromberg bis heute erhalten sind. Entsprechend dem tektonischen Gefälle (Schichtfallen) fällt die Heuchelberg-Hochfläche sanft nach Südwesten ab. Der Schilfsandstein ist hier fast überall in der sogenannten Flutfazies entwickelt und bildet eine deutliche Geländestufe mit scharf geformten Hangkanten und markanten Bergnasen. Häufig bildet er über den obersten Weinbergen weithin sichtbare, gelbliche oder auch rötliche Felsbänder. Die Grenze zwischen Schilfsandstein und Gipskeuper fällt oft mit der Grenze zwischen Wald und Weinbergen zusammen. Einzelne Bergsporne wie Zweifelberg und Stocksberg ragen ins Zabergäu hinein, andere, wie der Heidelberg mit seiner vorspringenden Nase des Dürrenzimmerer Hörnles oder der Krapfen bei Neipperg, sind durch Täler vom Heuchelberg abgetrennte Schilfsandstein-Zeugenberge. Gegen das Zabergäu gehen die Heuchelberghöhen in wenig ausgeprägte Gipskeuper-Höhenrücken über. Der Gipskeuper ist im Zabergäu mit rund 150 Meter besonders mächtig. Seine Dolomitsteinbänkchen verursachen in der Landschaft kleine Hangkanten und Verebnungsflächen wie beispielsweise zwischen Neipperg und Brackenheim sowie nordöstlich von Stockheim und nordöstlich von Haberschlacht. Auch die Acrodus- und Corbulabank (Engelhofer Platte) bilden Hangkanten beziehungsweise kleine Terrassen, wie dies östlich und südöstlich von Dürrenzimmern beobachtet werden kann. Örtlich verwischen Löss und Fließerden die Konturen der Landschaft und dort, wo großflächige Rebflurbereinigungen stattfanden, hat die von Natur aus kleingliedrige Gipskeuperlandschaft ihren Charakter verloren. Viele der typischen Hohlwege, jahrhundertelang wichtige Verbindungen von den Ortschaften in die Weinberge und Felder, sind ebenfalls bei den Flurbereinigungen verschwunden. Einzelne blieben erhalten und stehen als Naturdenkmale unter Schutz, so die Heuchelbergweghohle in Haberschlacht, die Deckerhohle in Neipperg, die Bergweghohle und die Hohle im Allmand in Meimsheim oder der Hohlweg zum Lauffener Grund in Hausen. Aus sämtlichen zutage tretenden Gesteinsschichten ließen sich in Brackenheim schon Rohstoffe gewinnen. Den Muschelkalk hat man früher im Gewann Steinhalden bei Hausen gebrochen, den Unterkeuper-Hauptsandstein östlich von Meimsheim. Die Mergel des Gipskeupers, die früher zur Bodenverbesserung der Weinberge dienten und abgeschwemmtes Erdreich ersetzten, wurden an vielen Stellen abgegraben. Anschauliche Mergelgruben sind östlich des Zweifelbergs und am Südrand der Heuchelbergweghohle zu sehen. Ein Gipsbruch befand sich am Hörnle bei Dürrenzimmern. Hier wurden oberflächennahe Gipsvorkommen im Mittleren Gipshorizont des Gipskeupers abgebaut. Einen aufgelassenen Steinbruch im Schilfsandstein (Flutfazies mit Schrägschichtung) findet man an der Straße von Neipperg nach Schwaigern. Bis heute in Betrieb ist die Tongrube des Ziegeleiwerks am nordwestlichen Stadtrand von Brackenheim. Schon seit dem 15. Jahrhundert werden hier Ziegeleirohstoffe gewonnen, Ton- und Mergelsteine des Gipskeupers sowie der darüber lagernde Lösslehm. Dem etwas mageren, tonarmen Löss werden die verwitterten Tonmergel und Tonsteine des Gipskeupers beigemengt, um daraus Ziegelton für Baustoffe herzustellen. Die Gemeinde zeigt ein typisches, von Untergrund und Topographie abhängiges Nutzungsmuster, Wald an den Nordhängen und auf Schilfsandstein, Weinbau an den Südhängen auf Gipskeuper, Ackerbau auf Löss sowie Grünland und Siedlungen in Tälern und Senken. Dass das Zabergäu ein landwirtschaftlicher Gunstraum ist, beweist der hohe Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche (68 Prozent der Gemarkung). Davon sind etwa zwei Drittel Ackerland, ein Viertel Rebland und der Rest Obstanlagen und Grünland. Mit knapp 800 Hektar Rebfläche ist Brackenheim die größte Weinbaugemeinde Württembergs. Die traditionellen Mauerweinberge haben daran nur einen sehr geringen Anteil. Da Siedlungen und Straßen weitere 18 Prozent der Gemeindefläche beanspruchen, bleiben für den Wald gerade einmal 12 Prozent übrig. Größere Waldflächen gibt es nur auf dem Heuchelberg und südlich des Haberschlachter Tals. Das 20 Hektar große Waldstück Oberes Maisenhölzle nordöstlich von Dürrenzimmern, ein Eichen-Buchen-Hainbuchenwald, wird als Schonwald bewirtschaftet. Trotz der in weiten Teilen intensiven Nutzung sind noch einzelne naturnahe Lebensräume erhalten, so in den Naturschutzgebieten Haberschlachter Tal (18 Hektar) und Zaberauen von Meimsheim und Botenheim (34 Hektar). Mit der Intensivierung des Weinbaus in den 1970er Jahren fielen dort die wenig lukrativen Wiesen in den feuchten Bachsenken immer mehr brach. Entwässerungsgräben versumpften, Schilf und Röhricht breitete sich aus. Heute sind die Naturschutzgebiete Refugien für an feuchte Lebensräume gebundene Tiere und Pflanzen, vor allem Amphibien und Vögel. Eng begrenzt sind die Landschaftsschutzgebiete, die Weinberghänge bei Schloss Stocksberg und am Mönchsberg nördlich von Dürrenzimmern sowie Weinberge und Wäldchen bei Burg Neipperg. Einige Waldstücke und Feuchtgebiete wurden in die Natura 2000-Gebiete Heuchelberg und Hartwald sowie Stromberg einbezogen. Von den rund dreißig Naturdenkmalen sind besonders Feuchtgebiete, Hohlwege und aufgelassene Steinbrüche bemerkenswert, zum Beispiel das Feuchtgebiet Langhart am Fuß des Zweifelbergs, die bereits genannten Hohlwege und der erwähnte ehemalige Schilfsandsteinbruch Klinge und Hohentalstutz an der Straße von Neipperg nach Schwaigern. Seltenheitswert hat die Botenheimer Heide oberhalb der Weinberge in Botenheim, die ebenfalls als Naturdenkmal geschützt ist. Der Naturpark Stromberg-Heuchelberg, an dem Brackenheim im Norden und Süden Anteil hat, ist ein viel besuchter Naherholungsraum. Auf aussichtsreichen Wanderwegen kann man hier die Landschaft erleben und die Weinorte Neipperg, Haberschlacht und Stockheim besuchen.

Wappen von Brackenheim

In Rot ein stehender silberner (weißer) Bracke mit schwarzem Halsband und silbernem (weißem) Leitring.

Beschreibung Wappen

Seit dem ersten bekannten Stadtsiegel-Abdruck aus dem Jahre 1301 ist der Bracke - ein Jagdhund, der entweder stehend oder suchend, schreitend oder springend dargestellt wurde - als die „redende" Wappenfigur Brackenheims belegt. Darstellungen des Stadtwappens sind auch als Plastiken des 15. bis 18. Jahrhunderts und in verschiedenen Zeichnungen seit dem 16. Jahrhundert auf uns gekommen. Die jetzige Form des Wappens, dessen wohl magenheimische Farben stets gleichgeblieben sind, wurde vom Gemeinderat im Jahre 1953 in Anlehnung an das älteste Stadtsiegel festgelegt.

GND-ID:
  • 4007913-2
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