Schramberg 

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Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.schramberg.de
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Einwohner: 20701
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 257.0
Max. Höhe ü. NN (m): 944.09
Min. Höhe ü. NN (m): 394.77
PLZ: 78132, 78144, 78713

Die Große Kreisstadt (seit 1.1.1971) liegt im Westen des Landkreises Rottweil. Das 80,7 qkm große Stadtgebiet erstreckt sich vorwiegend über den Mittelschwarzwald und hat Anteil am Oberen Schiltach- und Lauterbachwald (Tennenbronn), an den Quelltälern der Kinzig (Kernstadt, Tennenbronn) und den Randplatten des Mittleren Schwarzwalds (Sulgen). Östlich von Heiligenbronn greift die Muschelkalk-Keuper-Hochfläche des Oberen Gäus auf das Areal aus. Die Schiltach markiert an der Grenze zur Stadt Schiltach auf etwa 394 m NN den tiefsten Punkt, während der höchste mit rd. 944 m NN auf der Brunnhölzer Höhe erreicht wird. Der Landesentwicklungsplan weist der Stadt die Funktion eines Mittelzentrums im Ländlichen Raum zu. War der evangelische Teil Tennenbronns altwürttembergisch (Amt Hornberg), fielen der katholische Teil sowie Schramberg, Sulgen und Waldmössingen (alle vorderösterreichisch) 1806 an das Königreich. Die drei Ersteren wurden dem neuen Oberamt Schramberg und 1807 dem Hornberger Bezirk zugeteilt, ehe sie 1810 an das neu geschaffene Oberamt Oberndorf gelangten – außer den nun beiden badischen Tennenbronner Teilen (Amt, 1813 Oberamt Hornberg; 1857 Bezirksamt Triberg; 1924 Bezirksamt bzw. 1939 Landkreis Villingen). Waldmössingen zählte zunächst zum Obervogteiamt Oberndorf, ab 1807 zum Oberamt Rottweil, ab 1810 zum Oberamt Oberndorf. 1938 kamen die württembergischen Orte zum Landkreis Rottweil, zu dem 1973 das 1922 vereinigte Tennenbronn stieß. Während Sulgen 1939 nach Schramberg eingegliedert wurde, erfolgten die Eingemeindungen Waldmössingens und Tennenbronns 1971 sowie 2006.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Das Stadtgebiet reicht vom kristallinen Grundgebirge des Mittleren Schwarzwaldes im Südwesten über die östlichen Randplatten des Buntsandsteins bis zur Gäulandschaft im Nordosten im Bereich der Gemarkung von Waldmössingen. Das Kristallin im Südwesten ist durch die Schiltach angeschnitten. Bei Schramberg weitet sich das Tal, und die Hänge sind zu beiden Seiten im Buntsandstein ausgebildet. Hier liegt eine Ausraumlandschaft in einem mit Rotliegendem erfüllten tektonischen Graben vor. Ohne große Reliefunterschiede folgen auf der Hochfläche die Schichten des Oberen Buntsandsteins und des Muschelkalks in schmalen Meridionalstreifen aufeinander. Eine Lößlehmdecke bei Waldmössingen begünstigt die landwirtschaftliche Nutzung.

Wappen von Schramberg

In Schwarz ein rot bewehrter und rot bezungter goldener (gelber) Greif, in der rechten Vorderpranke ein silbernes (weißes) Schwert haltend.

Beschreibung Wappen

Schramberg war Mittelpunkt einer Herrschaft, die sich seit 1648 als österreichisches Lehen in der Hand der Herren und späteren Grafen von Bissingen-Nippenburg befand. 1805 wurde sie von Württemberg mediatisiert. Das Dorf selbst, 1293 erstmals erwähnt und in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit Marktrecht ausgestattet, erhielt 1867 Stadtrecht. Altere Gemeindesiegel sind nicht bekannt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts führte Schramberg ein Wappen, das Schwarz auf grünem Dreiberg oder Hügel den goldenen Greifen mit silbernem Schwert zeigt. Dieses Wappen entspricht dem 6. Feld des Wappens der Grafen von Bissingen. Ab 1910 wird der Dreiberg weggelassen, 1926 wurde dem Wappenbild ein großes goldenes Zahnrad unterlegt als Hinweis auf die Industrie, insbesondere die bedeutende Uhrenfabrikation in der Stadt. Seit 1938 gilt die heute gebräuchliche Form des Wappens.

GND-ID:
  • 4053242-2