Rottweil 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Gemeinde
Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.rottweil.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Rottweil
Einwohner: 24440
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 341.0
Max. Höhe ü. NN (m): 745.65
Min. Höhe ü. NN (m): 508.36
PLZ: 78628, 78652

Auf dem 71,56 qkm großen Gebiet der Großen Kreisstadt (seit 1.6.1970) treffen zwei Naturräume aufeinander: die Muschelkalk-Keuper-Hochfläche des Oberen (Neckar-)Gäus sowie das Albvorland mit der Keuperschichtstufe des Kleinen Heubergs. Der Neckar und seine Zuflüsse gliedern die Gelände kleinkammerig, das am Landeplatz Zepfenhan auf rd. 745 m NN ansteigt. An der Grenze zu Dietingen markiert der Fluss auf etwa 508 m NN das Höhenminimum. Der Landesentwicklungsplan ordnet die Stadt dem gemeinsamen Verdichtungsraum mit Villingen-Schwenningen und Tuttlingen zu. Auf Villingendorfer Gemarkung liegt die Exklave Hochwald. Die freie Reichsstadt wurde 1802/03 im Zuge der Säkularisation württembergisch. Rottweil, Feckenhausen, Göllsdorf und Neufra wurden auf das Stadtoberamt Rottweil verteilt, das am 18. März 1806 im Oberamt Rottweil aufging. Dorthin gelangten 1806 auch Hausen, das 1803 hälftig auf das Stabsamt Rottenmünster und das Klosteramt St. Georgen verteilt worden war, sowie 1810 Neukirch und 1810/12 Zepfenhan, die 1803 an das Stabsamt Rottenmünster und 1806 an das Oberamt Spaichingen gefallen waren. Als Zentrale einer Mittelbehörde war Rottweil bis 27. Oktober 1810 Sitz eines Kreises und bis 18. November 1817 Sitz der Landvogtei am oberen Neckar. Am 1. Oktober 1938 kamen die sieben Orte zum Landkreis Rottweil über. 1939 wurde Bühlingen nach Rottweil eingegliedert, ehe 1971 Hausen, ein Jahr später Feckenhausen und Göllsdorf, 1973 Neukirch, im Jahr darauf Zapfenhan und 1975 Neufra in die neue Stadt eingemeindet wurden.

Das ausgedehnte Stadtgebiet beiderseits des oberen Nek-kars, mit einer Exklave im Gemarkungsbereich von Villingendorf, erstreckt sich über zwei verschiedene naturräumliche Einheiten. Im Westen hat es Anteil an den Gäuplatten des oberen Neckars, im Оsten am Keuper-Lias-Bergland, das sich in einer über 100 m hohen bewaldeten Schichtstufe über die Gäuflächen erhebt. Sockel und Steilhänge werden von den Keupermergeln gebildet, das Stufendach besteht aus den unteren Liasplatten. Der widerständige Stubensandstein verursacht schmale Hangterrassen, die sich nur an wenigen Stellen verbreitern (Rote Steige südöstlich Rottweil). Auf der flachwelligen Gäuflä-che stehen neben dem Hauptmuschelkalk im äußersten Westen Letten- und Gipskeuper an. Beiderseits des Neckars und der Eschach liegen über der Lettenkeuperdecke zum Teil fluviatile Schotter und Sande. Landschaftlich hervorstechend ist der Lauf des Neckars, der bis zur Mündung der Prim in einem flachen Muldental im Lettenkeuper fließt, um sich dann unter Bildung von zahlreichen Mäandern in den Hauptmuschelkalk einzuschneiden.

Wappen von Rottweil

In Gold (Gelb) ein rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Adler, die Brust belegt mit einem goldenen (gelben) Hochkreuz.

Beschreibung Wappen

Die Siegel der Reichsstadt Rottweil zeigen von Anfang an den Reichsadler. Die älteste Nachricht von einem Siegel liegt aus dem Jahre 1251 vor, der erste Abdruck von 1280. Es dürfte zwischen 1230 (erste Erwähnung Rottweils als Stadt) und 1250 entstanden sein. War das Siegelbild stets der einfache Adler, so tritt in Wappenabbildungen und auf städtischen Münzen seit dem frühen 16. Jahrhundert auch der mit dem Hochkreuz als Unterscheidungszeichen belegte Adler in Erscheinung. Siebmacher bildet das Wappen 1605 aber mit dem bloßen Adler ab. Das Kreuz wird allgemein auf das Heiligkreuzpatrozinium der alten Pfarrkirche bezogen. Unklarheiten bei der Tingierung der Bewehrung des Adlers, die zu verschiedenen, auch unrichtigen Darstellungen des Wappens führten, sind im Jahre 1955 bereinigt worden. In der damals festgelegten Form wird das Wappen heute geführt.

GND-ID:
  • 4050742-7