Mediathek
In unserer Mediathek finden Sie audiovisuelles Material zu den Deportationen des Jahres 1940 in das Lager Gurs. Ausgewählt und bereitgestellt wurden die Filme vom Kuratorium „Gedenken an die nach Frankreich deportierten Juden aus Baden und der ehemaligen Saarpfalz“.
Drei Dokumentationen des Filmemachers Dietmar Schulz eröffnen anhand von Berichten, Fotos und Zeichnungen der dort internierten Menschen neue Perspektiven auf das Lager Gurs. Während der Dokumentarfilm „Der Hölle entkommen“ von der bisher wenig bekannten Rettungsaktion von mehr als 400 Kindern und Jugendlichen erzählt, widmet sich die Dokumentation „Das Elend vergessen“ dem vielfältigen Kulturleben im Lager Gurs und schildert die Lebensläufe der Künstlerinnen und Künstler, die nach Gurs verschleppt wurden. Die Dokumentation „Ein Tag im Lager“ erzählt anhand von 18 Aquarellen der 17-jährigen Liesel Felsenthal vom schwierigen Alltag im Lager. Den Geschichten der Internierten, denen es gelang, das Lager zu verlassen und über die Pyrenäen nach Spanien zu kommen, spürt die Dokumentation „Flucht über die Pyrenäen“ nach. In der Dokumentation: Wie wir Gurs überlebten kommen vier jüdische Frauen zu Wort und erzählen, wie sie als Jugendliche die katastrophalen Zustände im Lager überstanden haben und von mutigen Helfern vor der Deportation nach Auschwitz gerettet wurden.
Im Film „La force de l’art derrière les barbelés“ präsentiert die französische Musikwissenschaftlerin Mélina Burlaud Musikstücke, die im Lager Gurs entstanden.
Im Abschnitt „Musik aus Gurs“ werden Aufnahmen von Stücken präsentiert, die von Internierten komponiert wurden. Es handelt sich um Kompositionen von Leonhard Karl Märker, Eberhard Schmidt, Alfred Cahn, Ruth Porita und Gertrud Schweizer.
Ergänzt wird das Angebot durch eine Führung durch die Ausstellung „Gurs 1940“, die von der Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannseekonferenz“ in Berlin konzipiert wurde.
Die nach Gurs deportierten Jüdinnen und Juden aus Südwestdeutschland wurden auf bis zu 30 Friedhöfen bestattet, die über den ganzen südfranzösischen Raum vom Atlantik bis zum Mittelmeer verteilt sind. Aktuelle Aufnahmen zeigen den Erhaltungszustand der Friedhöfe.
Der Film „… wären auch wir still geblieben?“ dokumentiert die Reise einer Delegation aus Karlsruhe zum Deportiertenfriedhof in Gurs anlässlich des 85. Jahrestag der Deportation der badischen und saarpfälzischen Juden vom 22. Oktober 1940.
Zu sehen ist außerdem ein kurzer Ausschnitt aus Propagandafilmaufnahmen von 1940, der Bilder der Deportationsaktion aus Bruchsal zeigt.
Die Filme können heruntergeladen und für nicht-gewerbliche Zwecke eingesetzt werden.
- Dokumentation: Der Hölle entkommen
- Dokumentation: Das Elend vergessen
- Dokumentation: Ein Tag im Lager
- Dokumentation: Flucht über die Pyrenäen
- Dokumentation: Wie wir Gurs überlebten
- Dokumentation: La force de l'art derrière les barbelés
- Audio-Aufnahmen: Musik in Gurs
- Ausstellung: Gurs 1940
- Luftbild-Aufnahmen:Friedhöfe von Gurs
- Dokumentation: Delegationsreise zum Deportiertenfriedhof in Gurs
- Propagandaaufnahmen: Deportation von Bruchsal nach Gurs
![Friedhof Portet-sur-Garonne [Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg] Friedhof Portet-sur-Garonne [Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg]](/documents/10157/19391930/Portet-sur-Garonne.png/e1d3ff6c-31ce-0757-1b28-3e66002b7d3c?t=1673606514314)

leobw